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20201109113717

Merz nach Besuch in Sachsen vorsorglich wieder in Corona-Quarantäne

11:06
09.11.2020
Der CDU-Politiker und Kandidat für den Bundesparteivorsitz Friedrich Merz hat sich erneut vorsorglich in häusliche Corona-Quarantäne begeben. Der 64-Jährige habe sich freiwillig zu dem Schritt entschlossen, damit sich in seinem Umfeld auf keinen Fall jemand anstecke, sagte ein Sprecher des Ex-Chefs der Bundestagsunionsfraktion der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Ein Schnelltest sei am Montagmorgen allerdings negativ ausgefallen. Außerdem habe ein weiterer Test bei Merz Antikörper gegen das Coronavirus ergeben. Der Politiker und seine Ehefrau hatten sich bereits im März mit dem Virus angesteckt und sich daraufhin im Sauerland in häusliche Quarantäne begeben.

Diesmal gehe es um eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärte Merz' Sprecher. Hintergrund sei ein Besuch des CDU-Politikers beim sächsischen Kabinett am vergangenen Freitag. Am Sonntag war bekannt gegeben worden, dass der sächsische Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Merz sagte daraufhin seine Termine ab.

Max Seidenfaden

Niedrigste Zahl der Neuinfektionen in Tschechien seit vier Wochen

10:23
09.11.2020
In Tschechien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen an einem Tag auf den niedrigsten Wert seit vier Wochen gesunken. Am Sonntag kamen 3608 neue Fälle hinzu, wie am Montag aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Allerdings wird am Wochenende üblicherweise weniger getestet und gemeldet als an Werktagen. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem EU-Mitgliedstaat insgesamt 414 828 Infektionen und 4 858 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung registriert.

Zuletzt hatte das Land mit knapp 10,7 Millionen Einwohnern einen der steilsten Anstiege der Infektionsraten in Europa verzeichnet. Nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC gab es innerhalb von 14 Tagen statistisch 1506,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Das war der höchste Wert unter allen EU-Mitgliedstaaten.

Der Leiter des Prager Instituts für Gesundheitsstatistik (UZIS), Ladislav Dusek, warnte vor voreiligem Optimismus. Man befinde sich an einem Wendepunkt, sei aber noch sehr verletzlich, sagte er der Onlineausgabe der Zeitung „Pravo“. „Jetzt ist nicht die Zeit für Experimente, sondern dafür, die Maßnahmen mit Nachdruck einzuhalten“, mahnte der Experte für Biostatistik.

Auf dem Messegelände in der zweitgrößten Stadt Brünn (Brno) wurde unterdessen ein weiteres Notkrankenhaus fertiggestellt. Es verfügt über 300 Betten und soll vorerst nur als Reserve vorgehalten werden. An manchen kleineren Krankenhäusern der Region gehen bereits jetzt die Kapazitäten für Covid-19-Patienten aus.

Max Seidenfaden