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"Querdenker": Tausende Teilnehmer widersetzen sich Demo-Auflösung

17:47
07.11.2020
Tausende Demonstranten haben sich in Leipzig der Auflösung einer „Querdenken“-Demonstration widersetzt. Sie marschierten am Samstagabend auf dem Innenstadtring. Wenige Polizisten begleiteten den Zug. Einige der Demonstranten skandierten „Frieden Freiheit, keine Diktatur“ und „Merkel muss weg“. Im Bereich des Hauptbahnhofes sei eine Sperre geöffnet worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. „Teilnehmer der ehemaligen Versammlung führen einen von der Versammlungsbehörde als verbotenen einklassifizierten Aufzug durch.“ An Absperrungen sei es zu „zahlreichen Übergriffen“ auf Polizisten gekommen.

Zuvor hatte die Stadt Leipzig die Kundgebung, die sich gegen Corona-Maßnahmen richtete, mit nach Polizeiangaben 20 000 Teilnehmern aufgelöst, da diese größtenteils gegen die Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, 90 Prozent der Teilnehmer hätten keinen Mund-Nase-Schutz getragen. Ein Gericht hatte am Morgen die zulässige Teilnehmerzahl auf 16 000 begrenzt. Beobachter gingen davon aus, dass insgesamt weit mehr als die 20 000 von der Polizei gezählten Teilnehmer nach Leipzig gekommen waren.

Das Bündnis Leipzig nimmt Platz, das einen Gegenprotest organisiert hatte, rief am Samstagabend dazu auf, sich zurückzuziehen. „Wir schätzen die Lage als zu gefährlich ein“, schrieb das Bündnis auf Twitter.

Michael Rabba

Zahl der aktiven Covid-19-Infektionen im Land Bermen steigt um 185 auf 2893

16:16
07.11.2020
Im Land Bremen gibt es aktuell 2893 (+185) aktive Covid-19-Infektionen und damit 7088 (+185) insgesamt bestätigte Fälle. 4109 (+0) Menschen gelten als genesen. Die Zahl der Todesopfer bleibt konstant bei 86, wie das Gesundheitsressort mitteilt.
Auf  Bremerhaven entfallen davon 190 (+16) aktive Infektionen, 537 (+16) insgesamt bestätigte Fälle. Die Zahl der Genesenen bleibt mit  333, die Zahl der Todesopfer mit 14 konstant. 
In der Stadtgemeinde Bremen beträgt der Inzidenzwert damit 255,5, in Bremerhaven 94,3, so das Gesundheitsressort. 

Michael Rabba

Belgien: Knapp 1000 Corona-Patienten in andere Kliniken verlegt

15:53
07.11.2020
Im stark von der Corona-Pandemie betroffenen Belgien sind knapp 1000 Covid-19-Patienten seit Anfang Oktober wegen Überlastung einiger Krankenhäuser in andere Kliniken verlegt worden. Die meisten der 945 Betroffenen seien andernorts im Land untergekommen, 24 seien nach Deutschland gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Samstag. Mit der Maßnahme sollte Platz in Krankenhäusern geschaffen werden, die ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

Belgien ist in Relation zur Einwohnerzahl europoaweit eines der am schwersten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Seit Montag gelten deshalb verschärfte Einschränkungen. Unter anderem dürfen nur noch Geschäfte öffnen, die unbedingt notwendige Waren verkaufen. Bereits Mitte Oktober waren die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie eine nächtliche Ausgangssperre beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung zunächst bis Mitte Dezember gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft. In dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern gibt es bislang rund 488 000 bestätigte Corona-Fälle, mehr als 12 000 Menschen starben.

Patrick Reichelt