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20201107190051

Hotspots in Niedersachsen verstärken Corona-Kontrollen am Wochenende

15:19
07.11.2020
Im Kreis Cloppenburg, der nach wie vor der am meisten belastete Landkreis in Niedersachsen ist, kündigte Landrat Johann Wimberg intensive Kontrollen von Polizei und Ordnungsbehörden an. Am Freitag lag der sogenannte Inzidenz-Wert, der die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angibt, im Kreis Cloppenburg bei 306,4. Auch die Anzahl der Menschen, die mit einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus lag, stieg nach Angaben des Landkreises weiter deutlich an.

Landrat Wimberg rief die Menschen zu Solidarität und Verantwortungsbewusstsein auf. Cloppenburg hatte vor rund sieben Wochen als erster Landkreis in der zweiten Corona-Welle in Niedersachsen die 50er-Schwelle überschritten. Seitdem sanken die Zahlen nicht nennenswert.

Auch in Hannover will die Polizei verstärkt kontrollieren, unter anderem soll intensiv an den Haltestellen von Bussen und Bahnen überprüft werden, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. In Hannover und anderswo fielen nach Angaben der Polizei in den vergangenen Tagen immer wieder Fahrgäste auf, die keine Masken trugen. Seit Anfang September wurden bei Schwerpunktkontrollen der Polizeiinspektionen in der Region Hannover etwa 5000 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt, überwiegend an Haltestellen.

Patrick Reichelt

Stadt hat "Querdenker"-Demo aufgelöst wegen Verstößen gegen Auflagen

15:02
07.11.2020
 Nach zahlreichen Verstößen gegen die Versammlungsauflagen hat die Stadt Leipzig die „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Politik aufgelöst. Das teilte die Stadt auf Twitter mit. Die Veranstalter riefen die laut Polizei rund 20 000 Teilnehmer auf dem Augustusplatz in der Innenstadt auf, dem zu folgen. „Wir werden jetzt die Bühne verlassen, die Versammlung ist aufgelöst“, sagten die Organisatoren am Nachmittag. „Verhaltet euch bitte friedlich.“

Bei der Demonstration hatten zuvor die allermeisten Teilnehmer gegen die Corona-Regeln verstoßen. So hatte kaum jemand eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen oder den Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten. Daraufhin hatte die Polizei die Versammlungsfläche am Mittag deutlich vergrößert.

Michael Rabba

„Querdenken“-Demo wegen hohen Zulaufs zeitweise unterbrochen

14:33
07.11.2020
Wegen des hohen Zulaufs haben die Veranstalter der „Querdenken“-Demonstration in der Leipziger Innenstadt ihre Kundgebung gegen die Corona-Politik kurz unterbrochen. Sie riefen die mehreren tausend Teilnehmer auf, die Veranstaltungsfläche voll auszunutzen. Nach etwa einer halben Stunde ging die Kundgebung weiter. Die Polizei hatte die Versammlungsfläche zuvor deutlich vergrößert. Die für 16 000 Teilnehmer auf dem Augustusplatz angemeldete Kundgebung wurde am Samstagmittag auf den innerstädtischen Ring und angrenzende Straßen ausgeweitet, damit die zahlreichen Demonstranten den Mindestabstand einhalten können.

Das taten die zahlreichen Teilnehmer zunächst nicht, fast niemand trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. „Die Einsatzkräfte sprechen Personen ohne Maske an, wenn uns ein Attest gezeigt wird, gleichen wir das mit den Angaben im Personalausweis ab“, sagte eine Polizeisprecherin. „Es ist aber schwierig, bei dieser Menge, lückenlos zu kontrollieren.“ Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl machte die Polizei zunächst nicht. Der Augustusplatz war aber schon zu Beginn der Kundgebung um 13.00 Uhr dicht gefüllt gewesen.

„Querdenken“-Gründer Michael Ballweg gab der Polizei die Schuld für das Gedränge, die am Freitagabend und am Samstagmorgen den Aufbau der Veranstaltung gestört habe. „Trotz eines schwebenden Rechtsverfahrens durften wir nicht aufbauen“, sagte Ballweg der Deutschen Presse-Agentur. Die Stadt hatte die Veranstaltung zunächst an den Stadtrand verlegen wollen, erst am Samstagmorgen hatte das Oberverwaltungsgericht Bautzen die Kundgebung in der City genehmigt. „Wir hätten 19 weitere Lautsprechertürme in den Seitenstraßen installieren können, dann hätten sich die Teilnehmer verteilen können“, sagte Ballweg.

Patrick Reichelt