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20201106141346

WHO zu Nerz-Coronavirus in Dänemark: kein Hinweis auf erhöhtes Risiko

13:17
06.11.2020
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht derzeit noch keine Hinweise auf erhöhte Risiken bei der in Dänemark von Nerzen übertragenen Variante des Coronavirus. Es habe bereits zahlreiche Mutationen von Sars-CoV-2 gegeben, sagte WHO-Chef-Wissenschaftlerin Soumya Swaminathan am Freitag in Genf. „Es ist zu früh dafür, voreilige Schlüsse zu ziehen, welche Folgen diese neue Mutation für die Übertragung, Schwere der Erkrankung, klinische Symptome, Immunantwort oder mögliche Impfstoff-Wirkung hat.“

Der WHO seien bislang weltweit über 170.000 Gensequenzen des Virus bekannt, sagte Swaminathan. Ein Stab von Wissenschaftlers werte die Veränderungen des Erregers seit Beginn der Pandemie ständig aus.

Eine erste Risikobewertung der WHO zur Situation in Dänemark sei in Arbeit, im Laufe des Freitags wolle man mit den Mitgliedsstaaten kommunizieren, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. „Die Belege, die wir haben, weisen nicht darauf hin, dass diese Variante sich in irgendeiner Form anders verhält“, so Ryan. Er betonte aber auch, es sei wichtig, der Übertragung durch Sicherheitsmaßnahmen in Tierbetrieben vorzusorgen.

Jan-Felix Jasch

Bundesagentur gibt Rekordsumme von 62 Milliarden Euro aus

12:49
06.11.2020
Die von der Corona-Krise finanziell stark beanspruchte Bundesagentur für Arbeit wird im laufenden Jahr die Rekordsumme von 62 Milliarden Euro ausgeben. Dies führe zu einem Defizit von 27 Milliarden Euro, das durch einen Griff in die Rücklage und eine Liquiditätshilfe des Bundes ausgeglichen werden soll, sagte Finanzchefin und Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld am Freitag in Nürnberg.

Die Bundeshilfen, derzeit als Kredit in Höhe von 7,2 Milliarden Euro ausgereicht, sollten in einem Zuschuss umgewandelt werden, sagte Schönefeld. Die Rekordausgaben flossen mit 23,5 Milliarden Euro vor allem ins Arbeitslosengeld und mit mehr als 19 Milliarden Euro in die Finanzierung der Kurzarbeit. Trotz der hohen Belastung sei die Bundesagentur voll handlungsfähig. „Niemand muss sich um seine Leistungen Sorgen machen“, sagte Schönefeld.

„Auch im Jahr 2021 ziehen sich die Folgen der Krise fort, und wir erwarten ein erhebliches Defizit“, betonte sie nach der Aufstellung des Haushaltes für das kommende Jahr. 2021 werde der Bund noch einmal mit 3,2 Milliarden Euro aushelfen müssen, der Rest der Rücklage in Höhe von 6 Milliarden Euro werde ebenfalls eingeplant. Ziel sei es, schuldenfrei ins Haushaltsjahr 2022 zu gehen. Letzte Beratungen dazu stünden noch aus.

Max Seidenfaden