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Mehr als 20 000 neue Coronafälle in Russland an einem Tag

12:39
06.11.2020
In Russland sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 20 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus an einem Tag registriert worden. Damit habe es seit Beginn der Pandemie im Frühjahr mehr als 1,7 Millionen erfasste Fälle gegeben, teilten die Behörden am Freitag in Moskau mit. Seit Anfang Oktober gibt es in dem flächenmäßig größten Land der Erde beinahe täglich neue Höchstwerte.

Zum Vergleich: In Deutschland meldeten die Gesundheitsämter am Freitag mehr als 21 500 neue Infektionen binnen 24 Stunden. In Russland mit seinen 144 Millionen Einwohnern waren es 20 580. In dem Land starben nach offiziellen Daten bislang etwa 29 900 Menschen, mehr als 1,2 Millionen gelten als genesen. Experten rechnen bei den Infektionen in Russland allerdings mit einer hohen Dunkelziffer.

Am stärksten betroffen ist derzeit Europas größte Metropole Moskau. In der Hauptstadt wurden am Freitag 6000 Neuinfektionen bekannt. Groß ist die Sorge bei den Menschen, dass es einen Lockdown wie im Frühjahr geben könnte. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte der Agentur Interfax zufolge, angesichts weiter steigender Zahlen würden „zusätzliche Maßnahmen“ ergriffen. Eine Quarantäne sei aber nicht geplant.

Max Seidenfaden

OVG: Fitnessstudios und Gastronomiebetriebe bleiben vorläufig zu

12:05
06.11.2020
 Fitnessstudios und Gastronomiebetriebe in Niedersachsen müssen vorerst weiter geschlossen bleiben. Anträge auf vorläufige Außervollzugsetzung der Schließung seien abgelehnt worden, teilte das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht am Freitag in Lüneburg mit. (Az.: 13 MN 411/20 u.a.) / (Az.: 13 MN 433/20 u.a.). Nach der aktuellen Corona-Verordnung müssen Fitnessstudios und Gastronomiebetriebe seit dem 2. November dicht bleiben. Mehrere Betreiber hatten sich an das OVG gewandt und geltend gemacht, dass die Schließungen infektionsschutzrechtlich nicht notwendig seien und den allgemeinen Gleichheitssatz verletzen.

Das OVG habe die Anträge nach einer sogenannten Folgenabwägung abgelehnt. Für den Senat sei derzeit offen, ob die entsprechenden Paragrafen der Corona-Verordnung in einem Hauptsacheverfahren für rechtmäßig oder für unwirksam zu erklären seien. Mit Blick auf die gravierenden Folgen eines weiteren Anstiegs von Ansteckungen und Erkrankungen sowie der Gefahr einer Überlastung des Gesundheitswesens ergebe die Folgenabwägung für beide Bereiche, dass Schließungen gegenwärtig hinzunehmen seien, so das Gericht.

Max Seidenfaden

485 neue Corona-Fälle in Hamburg - Sieben-Tage-Wert über 150

11:36
06.11.2020
 Die Zahl der in Hamburg bestätigten Corona-Infektionen hat sich am Freitag um 485 erhöht. Der Sieben-Tage-Wert stieg von 149,1 auf 153,0 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner, wie die Behörde im Internet (Stand: 12.00 Uhr) mitteilte. Am Donnerstag war mit 647 Neuinfektion ein Tageshöchstwert erreicht worden. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich in Hamburg 16 262 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Rund 9900 von ihnen gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen.

In Hamburger Kliniken werden - mit Stand Donnerstag - 235 an Covid-19 erkrankte Patienten behandelt, 8 mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen liegen 58 Patienten, 6 mehr als am Mittwoch. Seit Beginn der Pandemie starben in Hamburg nach amtlich Angaben (Stand: 3. November) 256 Menschen an einer Covid-19-Erkrankung. Das RKI zählte am Freitag für die Hansestadt 298 Tote, das sind 2 mehr als am Vortag.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle toten Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann sämtliche Fälle, in denen jemand an Covid-19 gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Max Seidenfaden