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20201106113643

Kramp-Karrenbauer verbringt Corona-Quarantäne im Ministerium

11:03
06.11.2020
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) verbringt ihre bis zum Wochenende vorsorglich angetretene Corona-Quarantäne im Büro. Die Ministerin nutze dafür ein Seitenzimmer für die Übernachtung und steuere ihr Ressort weiter vom nun isolierten Arbeitsplatz, berichtet der „Spiegel“.

Ein Sprecher des Ministeriums sagte dazu am Freitag, Kramp-Karrenbauer wohne - wie ihre Vorgängerin Ursula von der Leyen - während der Zeit in Berlin im Ministerium. Sie sei in Berlin über einen Kontakt zu einem Infizierten informiert worden und habe deswegen auf eine Heimfahrt nach Saarbrücken verzichtet. Der Zeitschrift „Gala“ hatte Kramp-Karrenbauer im September gesagt: „Ich habe ein Zimmer im Ministerium, das kleiner ist als früher mein Jugendzimmer, aber es reicht mir.“

Das Ministerium hatte am Montag mitgeteilte, dass im privaten Umfeld der CDU-Politikerin eine Person positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, ein Test bei der Ministerin aber ein negatives Ergebnis gebracht habe. Den Kontakt habe es acht Tage zuvor gegeben.

Max Seidenfaden

Haseloff: Corona-Hilfen für Shutdown-Betroffene zeitlich begrenzt

10:50
06.11.2020
Die Corona-Hilfen für Betroffene des Teil-Shutdowns können laut Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nach November nicht unbegrenzt weiterlaufen. Da gebe es Grenzen im Haushalt, sagte er am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Wir müssen dann sicherlich auch konzeptionell nochmal nachdenken, ob durch Teil-Shutdowns überhaupt die Effekte erzielt werden.“ Auch andere Maßnahmen zur Senkung der Infektionszahlen müssten überprüft werden, sagte der neue Bundesratspräsident.

Mit Blick auf die zugesagten Hilfen sagte er: „Wir sind auf jeden Fall alle der Meinung, es muss das Versprechen eingehalten werden, dass im November das Geld auch fließt.“ Auch mit Blick auf den unklaren weiteren Verlauf der Pandemie und etwaige Maßnahmen zur Eindämmung dürfe man jetzt nicht das Vertrauen enttäuschen.

Die Bundesregierung hatte milliardenschwere Nothilfen für Unternehmen beschlossen, die wegen des Teil-Shutdowns im November ihre Geschäfte dicht machen oder erhebliche Umsatzeinbußen erdulden müssen.

Max Seidenfaden

Henning Scherf muss auf das Umarmen verzichten

10:36
06.11.2020
Henning Scherf (82), früher Bürgermeister von Bremen, verzichtet wegen Corona auf das Umarmen fremder Leute. „Das ist eine bittere Erfahrung“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der SPD-Regierungschef des Bundeslandes war bekannt dafür, dass er auch wildfremde Menschen freundlich in den Arm nahm. „Ich umarme gerne Menschen“, sagt Scherf. „Aber das geht nun nicht, und ich halte es strikt ein.“

Seiner Einschätzung nach sind alte Menschen in der zweiten Welle der Pandemie besser geschützt als in der ersten. Die Alten seien derzeit nicht die Hauptbetroffenen von Infektionen, sagt er. „Daraus schließe ich, dass alle, die mit Alten zu tun haben, sich darauf eingestellt haben und sorgfältig damit umgehen.“

Scherf schreibt seit seinem Ausscheiden aus dem Amt 2005 Bücher über das Altwerden und die wichtige Rolle der alten Generation in der Gesellschaft. Er wirbt für ein gemeinschaftliches Altwerden. Er und seine Frau Luise leben seit über 30 Jahren mit Freunden in einer Senioren-Wohngemeinschaft in Bremen.

Max Seidenfaden