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20201106105023

Verband: Hilfe für Flughäfen ist keine Subvention

10:08
06.11.2020
 Der Flughafenverband ADV hat sich gegen Forderungen gewandt, einzelne unrentable Regionalflughäfen zu schließen. Beim Luftverkehrsgipfel an diesem Freitag in Berlin gehe es nicht um die Subventionierung einzelner Flughäfen, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel vor Beginn der Veranstaltung. Durch die Corona-Pandemie seien Deutschlands Flughäfen unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten und hätten bereits mehr als 2 Milliarden Euro Erlösausfälle verzeichnet.

Alle Standorte hätten im ersten Lockdown auf Wunsch von Bund und Ländern den Betrieb zur Sicherung der Versorgung oder für Krankentransporte aufrecht erhalten. „Wenn jetzt die Flughäfen nicht-rückzahlbare Zuschüsse für die Kosten der Betriebsbereitschaft einfordern, ist das nur mehr als fair“, sagte Beisel. Allein für die ersten vier Monate des Lockdowns von März bis Juni 2020 belaufen sich die Vorhaltekosten auf 740 Millionen Euro. Für das anstehende Winterhalbjahr rechnen die Flughäfen mit nur noch einem Zehntel der Passagiere vom Vorjahr.

Max Seidenfaden

Corona-Lage in Österreich: Nur 27 Prozent der Fälle rückverfolgbar

09:53
06.11.2020
In Österreich können nur noch 27 Prozent der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf eine Quelle zurückverfolgt werden. Dies liege an der Vielzahl der Fälle, sagte Daniela Schmied von der Corona-Kommission. Es sei wichtig, dass sich dieser Wert wieder steigern lasse, um die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) rief am Freitag die Bürger dazu auf, ehrlich und lückenlos ihre Kontakte anzugeben.

Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich in den nächsten Tagen jeweils etwas mehr als 6000 Menschen nachweislich mit dem Virus anstecken werden. Nach einem Rekordwert von 7416 täglichen Neuinfektionen am Donnerstag ging diese Zahl laut Anschober am Freitag auf rund 6400 Fälle zurück. Die Regierung behalte sich vor, die Maßnahmen im teilweisen Lockdown, der seit Dienstag gilt, weiter zu verschärfen. Oberstes Ziel bleibe es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

Max Seidenfaden

Mobilfunkdaten: Weniger Bewegung zum Start der Corona-Auflagen

09:24
06.11.2020
Zu Beginn der neuen bundesweiten Corona-Auflagen haben die Deutschen ihre Mobilität eingeschränkt. Das geht aus einer Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamtes vom Freitag hervor. Die Ergebnisse basieren auf anonymisierten Mobilfunkdaten.

Demnach ging die Mobilität deutschlandweit am vergangenen Montag (2. November) um 3,7 Prozent und am Dienstag um 6,4 Prozent zurück. Gemessen wurde jeweils im Vergleich zu den entsprechenden Wochentagen der Vorwoche.

Am Wochenende vor dem Teil-Lockdown war es unterschiedlich: Die Mobilität ging am Reformationstag (31. Oktober) in den nördlichen und östlichen Bundesländern deutlich zurück, während an Allerheiligen (1. November) ein besonders starker Rückgang im Südwesten Deutschlands zu beobachten war. Damit werde deutlich, „wie stark die Mobilitätsentwicklung von externen Faktoren wie besonderen Kalender- und Wetterereignissen beeinflusst wird“, hieß es aus Wiesbaden.

Max Seidenfaden