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Trump: Wir machen nie wieder einen Lockdown

20:35
29.10.2020
US-Präsident Donald Trump hat ungeachtet weiter steigender Coronavirus-Infektionen neue weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA ausgeschlossen. „Wir werden nie wieder einen Lockdown machen“, verkündete Trump am Donnerstag bei einem Wahlkampfauftritt in Tampa im Bundesstaat Florida. Er nahm dabei auch ausdrücklich Bezug auf die in Deutschland und Frankreich angekündigten Einschränkungen.

Während die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA zuletzt wieder auf rund 79 000 an einem Tag angestiegen war, beharrt Trump weiterhin darauf, dass man bald über den Berg sein werde. Er verweist darauf, dass bald wirksame Arzneimittel wie Antikörper-Medikamente sowie Impfstoffe verfügbar sein würden. Experten auch aus Trumps Regierung warnen allerdings, dass bis dahin noch Monate vergehen dürften. Deshalb setzten sie sich unter anderem für das Tragen von Masken ein.

Max Seidenfaden

Hessischer Fußball-Verband setzt Spielbetrieb ab sofort aus

20:23
29.10.2020
Der Hessische Fußball-Verband (HFV) setzt seinen Spielbetrieb nach der Verkündung eines Teil-Lockdowns ab kommendem Montag mit sofortiger Wirkung aus. Diese vorübergehende Maßnahme beschloss der Verbandsvorstand am Donnerstagabend bei einer Videokonferenz, wie der HFV im Anschluss mitteilte. An diesem Wochenende wird also bereits nicht mehr gespielt, obwohl dies rechtlich noch möglich wäre.

Präsident Stefan Reuß sagte zu dem Schritt: „Im Mittelpunkt unseres Handelns steht nach wie vor die Gesundheit unserer Mitglieder. Aufgrund des erneut massiven Anstieges der Infektionslage im Zusammenhang mit dem Coronavirus begrüßt der HFV eine zeitweise Aussetzung des Spielbetriebes für Aktive und Vereine und hält sich selbsterständlich strikt an sämtliche behördliche Vorgaben.“

Dies betreffe sämtliche Spielklassen und Pokalwettbewerbe der Herren, Frauen und Jugend auf Sportplätzen im Freien sowie sämtliche Wettbewerbe in der Halle. Auch Freundschaftsspiele dürfen nicht mehr absolviert werden.

Max Seidenfaden

Wegen Corona-Pandemie: Rio sagt seinen Straßenkarneval ab

20:06
29.10.2020
Nach der Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wegen der Corona-Pandemie den Straßenkarneval abgesagt. Dies berichtete das Nachrichtenportal „G1“ am Donnerstag. Demnach hätten Vertreter von Karnevalsgruppen, die städtische Tourismusagentur Riotur und Spezialisten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit die Absage nach einer Online-Besprechung festgelegt.

Dem Bericht zufolge waren sich alle Teilnehmer einig, dass eine Veranstaltung von der Größe des Straßenkarnevals von Rio in der Corona-Pandemie weder sinnvoll noch sicher ist. In diesem Jahr hatte der Karneval in Rio laut „G1“ unter Berufung auf Riotur allein in vier Tagen mehr als drei Millionen Menschen auf die Straße gelockt. Ende September hatte Rio bereits die Umzüge im Sambodrom verschoben. Sie sollten im Februar stattfinden.

Max Seidenfaden

Tunesien verschärft Coronaregeln - nächtliche Ausgangssperre

19:43
29.10.2020
Wegen kontinuierlich steigender Infektionszahlen verschärft die tunesische Regierung die Corona-Beschränkungen. Unter anderem beginnt von Montag an wieder eine nächtliche Ausgangssperre im gesamten Land, wie die tunesische Nachrichtenagentur TAP am Donnerstag berichtete. Die Ausgangssperre soll demnach unter der Woche zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr sowie am Wochenende zwischen 19.00 Uhr und 5.00 Uhr (MEZ) gelten. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums hatte die Situation im Land zuvor als „sehr gefährlich“ bezeichnet.

Zusätzlich zu der nächtlichen Ausgangssperre sollen auch Schulen und Moscheen zeitweise geschlossen werden. Künftig sind zudem Zusammenkünfte mit mehr als vier Personen im öffentlichen Raum nicht mehr erlaubt. Cafés und Restaurants müssen um 16.00 Uhr schließen, und Reisen zwischen Regionen sind bis auf Ausnahmen untersagt.

Das nordafrikanische Land mit seinen rund 11,5 Millionen Einwohnern hat zuletzt 2125 Neuinfektionen registriert - Tunesien rechnet den Wert allerdings meist aus mehreren Tagen zusammen. In Deutschland, das mehr als siebenmal so viele Einwohner hat, wurden am Donnerstag 16 774 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. In Tunesien wird allerdings deutlich weniger getestet. Viele Krankenhäuser sind bereits überlastet.

Max Seidenfaden