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Helmholtz-Gemeinschaft heißt Maßnahmen gut - auch bei Gastronomie

18:43
29.10.2020
Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Otmar Wiestler, hat die Corona-Maßnahmen im November begrüßt - und Verständnis für die weitgehende Schließung von Gastronomiebetrieben gezeigt. „Ich glaube, wir müssen ehrlich anerkennen: Die Maßnahmen, die wir bisher getroffen haben, reichen in der bisherigen Situation offenbar nicht aus“, sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Einschränkungen im November seien „in meinen Augen auch aus wissenschaftlicher und medizinischer Sicht nicht zu vermeiden.“

Zur Abwägung, in welchen Bereichen es Einschränkungen gibt und in welchen nicht, sagte er, diese Entscheidung müsse die Politik treffen. Zur weitgehenden Schließung von Gastronomiebetrieben sagte er: „Wenn ich am Wochenende durch Berlin gehe und sehe, wie man sich zum Beispiel in Restaurants begegnet - das ist ein Bereich, da können Sie Vorsichtsmaßnahmen auch gar nicht streng einhalten.“ Man könne ja zum Beispiel nicht dauerhaft eine Maske tragen. Zudem komme jetzt die kalte Jahreszeit, in der die Außenbereiche geschlossen seien. „Also da habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass man diesem Bereich zumutet, für eine überschaubare Phase von vier Wochen diese Maßnahme zu treffen.“

Die Helmholtz-Gemeinschaft hatte gemeinsam mit Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina am Dienstag in einer Erklärung mit dem Titel „Coronavirus-Pandemie: Es ist ernst“ ein schnelles Handeln von der Politik gefordert. „Um einen ähnlichen Verlauf der Pandemie in Deutschland noch verhindern zu können, müssen jetzt klare Entscheidungen getroffen und schnell umgesetzt werden“, heißt es darin.

Maria Sandig

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Österreich mit Corona-Rekordwert von 4453 Fällen binnen Tagesfrist

18:28
29.10.2020
 In Österreich hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus einen neuen Höchstwert erreicht. Binnen eines Tages wurden laut Innenministerium 4453 neue Fälle verzeichnet. Unter Berücksichtigung der Einwohnerzahl ist die Entwicklung damit deutlich schlechter als in Deutschland. Auch die Auslastung der Klinikbetten stieg markant an. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nannte am Donnerstag erneut eine Zahl von 6000 Neuinfektionen pro Tag als kritischen Wert für eine erneute Verschärfung von Maßnahmen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass ein solcher Wert in wenigen Tagen erreicht wird.

Kurz kündigte für Samstag ein Treffen mit den anderen Parteien und den Ministerpräsidenten an. Danach werde die Öffentlichkeit über etwaige Schritte informiert. Viele Medien spekulieren über einen Teil-Lockdown in etwa analog zu den deutschen Maßnahmen.

Max Seidenfaden