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20201028062312

Klare Mehrheit der Deutschen zufrieden mit Corona-Krisenmanagement

06:07
28.10.2020
Eine klare Mehrheit der Deutschen ist weiterhin zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung im Kampf gegen die Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur bewerteten 57 Prozent das Regierungshandeln eher positiv. Nur 36 Prozent sagten dagegen, sie seien eher unzufrieden. Sieben Prozent machten keine Angaben.

Allerdings ist die Unterstützung für das Krisenmanagement inzwischen geringer als noch Anfang April während der ersten Corona-Welle, als drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens verordnet wurden. Damals sagten 67 Prozent, sie seien eher zufrieden, und nur 28 Prozent zeigten sich eher unzufrieden.

Am größten ist die Zufriedenheit bei den Anhängern der Grünen (78 Prozent) noch vor den Wählern der Regierungsparteien CDU/CSU (77 Prozent) und SPD (70 Prozent). Auch bei den FDP- (60 Prozent) und Linke-Anhängern (59 Prozent) überwiegt die Zustimmung. Von den AfD-Wählern bewertet dagegen nur jeder Vierte das Krisenmanagement eher positiv.

Jan-Felix Jasch

Deutscher Sport in Sorge vor neuen Corona-Auflagen

05:34
28.10.2020
Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland bringen den organisierten Sport in größte Bedrängnis. An diesem Mittwoch konferiert Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder - weitere coronabedingte Einschränkungen werden sehr wahrscheinlich die Folge sein. Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, wünscht sich deshalb Entscheidungen mit „Fingerspitzengefühl“. In der „nun bevorstehenden schwierigen Phase kann und wird der Sport weiterhin Teil der Lösung und nicht des Problems sein“, sagte er.

Andernfalls bestehe „für die so wertvolle Vielfalt von Sportdeutschland die Gefahr, dass über Jahrzehnte aufgebaute Strukturen für die Zukunft erheblichen Schaden nehmen oder komplett verloren gehen“. Ein erneuter Stillstand der Ligen wie im Frühjahr - im Profi- und im Amateursport - würde etliche Vereine wegen dann wieder gänzlich fehlender Einnahmen vor unlösbare Probleme stellen. Auch in den Fußball-Bundesligen wächst die Sorge, durch einen möglichen Ausschluss von Zuschauern viele Fans ganz zu verlieren.

„Von den 90 000 Vereinen als einzigartigem 'sozialen Tankstellennetz' in Deutschland bis zum Spitzensport haben alle Verantwortlichen bis heute höchst diszipliniert und vorbildlich bei der Bewältigung der Pandemie gewirkt“, sagte Hörmann am Dienstag. Keine der bekannten Infektionsketten sei bislang durch eine Sportveranstaltung ausgelöst.

Jan-Felix Jasch