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Reimann erwartet zeitnah striktere Corona-Einschränkungen

05:05
28.10.2020
Angesichts der Verschärfung der Corona-Krise rechnet Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) zeitnah mit strikteren Beschränkungen und Eingriffen in das öffentliche Leben. „Wenn die Zahlen flächendeckend weiter steigen, werden wir in bestimmten Lebensbereichen wieder stärkere Einschränkungen vornehmen müssen“, sagte Reimann. „Aus meiner Sicht sollten die Schulen und Kitas davon jedoch so lange wie irgend möglich ausgenommen sein.“

Eine Ausgangssperre sollte das letzte Mittel der Beschränkungen sein. Oberstes Ziel sei es, die Zahl der persönlichen Kontakte zu reduzieren, so Reimann. Auch wenn die Lage in den Kliniken derzeit noch vergleichsweise entspannt sei und die Zahl der Beatmungsgeräte erhöht worden sei, seien die Kapazitäten dort nicht unendlich, sagte Reimann. „Die mittelfristige Entwicklung in den Krankenhäusern ist das, was mir am meisten Sorgen macht.“

Jan-Felix Jasch

Kapitel

Dienstag, 27. Oktober

Das war am Dienstag, 27. Oktober, wichtig

21:26
27.10.2020
Bremen und Niedersachen:
  • Das Bremer Gesundheitsamt informiert nicht alle Kontaktpersonen von Corona-Infizierten umgehend. Manche bekommen erst nach mehr als zwei Wochen nach ihrer Risikobegegnung die Quarantäne-Anordnung vom Amt.
  • Der niedersächsische Landtag will künftig mehr Einfluss auf die Corona-Politik der Landesregierung nehmen.
  • Die Gesundheitsbehörde hat 195 bestätigte Neuinfektionen für Bremen gemeldet, der höchste Wert seit Beginn er Pandemie. Die 7-Tage-Inzidenz in Bremen klettert auf 160,9.
  • Der Spielbetrieb im Bremer Fußball-Verband (BFV) wird bis zum 16. November ausgesetzt.
Deutschland und die Welt: 
  • Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen.
  • Am 11.11. soll es in Köln ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum geben. Die Corona-Pandemie mache das unumgänglich, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Dienstag.

Jan-Felix Jasch