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20201026212516

Umfrage: Jeder zweite Deutsche findet Corona-Auflagen angemessen

20:50
26.10.2020
Gut jeder zweite Deutsche hält einer Umfrage zufolge die geltenden Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für ausreichend. 51 Prozent der Befragten sind im „Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin“ dieser Ansicht. Das sind acht Prozentpunkte weniger als zu Monatsbeginn. Für 32 Prozent gehen die aktuell geltenden Einschränkungen nicht weit genug, ein Plus von 5 Prozentpunkten. 15 Prozent halten die derzeitigen Auflagen hingegen für zu weitgehend, das sind vier Prozentpunkte mehr als Anfang Oktober.

Die Kontrollen der Auflagen bewerten 50 Prozent als unzureichend. 34 Prozent empfinden sie als ausreichend, 10 Prozent gehen sie zu weit.

Eine deutliche Mehrheit von 74 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass sie selbst einen sehr starken (29 Prozent) oder starken Beitrag (45 Prozent) zur Eindämmung der Pandemie leisten können. 19 Prozent nehmen ihren möglichen Beitrag als weniger stark wahr. 6 Prozent finden dagegen, dass sie durch ihr Alltagsverhalten gar nichts zur Eindämmung der Pandemie beitragen können. Politiker fordern die Bürger immer wieder zur Eigenverantwortung etwa durch das Verringern von Kontakten auf, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Patrick Reichelt

Corona-Sorgen schicken Dow und Nasdaq auf Talfahrt

20:38
26.10.2020
Sorgen über steigende Neuinfektionen und schwindende Hoffnungen auf weitere Corona-Wirtschaftshilfen vor den US-Präsidentschaftswahlen haben die US-Börsen zum Wochenstart schwer belastet. Überraschend schwache Daten vom Häusermarkt trugen ihr Übriges zur angeschlagenen Stimmungslage bei. Der Dow Jones Industrial sackte am Montag direkt zum Handelsstart unter die Marke von 28 000 Punkten und weitete seine Verluste im Verlauf noch weiter aus, bis er den tiefsten Stand seit Ende September erreichte.

Die Nasdaq-Indizes konnten sich dem starken Abwärtstrend zunächst entziehen, doch dann ging es auch an der technologielastigen Börse spürbar nach unten. Letztlich verlor der Dow 2,29 Prozent auf 27 685,38 Punkte und erholte sich damit wieder etwas. Der marktbreite S&P 500 gab um 1,86 Prozent auf 3400,97 Punkte nach. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 sank um 1,61 Prozent auf 11 504,52 Zähler.

Ende vergangener Woche hatte noch die leise Hoffnung vorgeherrscht, ein weiteres Corona-Hilfspaket könnte noch vor den Präsidentschaftswahlen Anfang November zur Stützung der Wirtschaft verabschiedet werden. Diese Zuversicht wich inzwischen der Ernüchterung, nachdem die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und US-Finanzminister Steven Mnuchin ihre Gespräche abgebrochen hatten. Sie beschuldigten sich nun gegenseitig, im Nachhinein „die Verhandlungsregeln geändert zu haben“.

Patrick Reichelt