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Slowakei plant drastisches Vorgehen bei Corona-Massentests

17:31
20.10.2020
Wer sich nicht auf Corona testen lässt, muss in Quarantäne: Die slowakische Regierung hat am Dienstag ein drastisches Vorgehen bei ihren geplanten Corona-Massentests angekündigt. Der Regierungsplan sieht vor, dass an den kommenden drei Wochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag alle über zehn Jahre alten Bewohner des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden sollen. Das Vorgehen sorgte für Irritation und Rätselraten in den Medien. Der populistisch-konservative Regierungschef Igor Matovic hatte das Vorhaben am Wochenende überraschend angekündigt, ohne vorher seine Koalitionspartner zu informieren.

Obwohl bereits am kommenden Freitag die erste Phase der Massentests beginnen soll, beantwortete Matovic erst am Dienstag die Frage, ob die Tests freiwillig oder verpflichtend sein sollten: „Die Tests werden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit freiwillig sein - aber mit der Einschränkung, dass jeder, der keinen negativen Test vorweisen kann, für die nächsten zehn Tage in Quarantäne gehen muss.“

Michael Rabba

Schweiz verzeichnet sehr hohen Anstieg an Corona-Neuinfektionen

16:38
20.10.2020
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Schweiz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl zähle die Schweiz damit doppelt so viele Neuansteckungen wie Italien, sagte Stefan Kuster, Leiter Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit (BAG), am Dienstag in Bern. 3008 neue Corona-Fälle in 24 Stunden wurden am Dienstag in der Schweiz und in Liechtenstein gemeldet. Zudem registrierte das BAG acht neue Todesfälle.

Der Anstieg werde sich nicht verlangsamen, bis die neuen Maßnahmen griffen, sagte Kuster. In der Schweiz gilt seit Montag ein Versammlungsverbot für mehr als 15 Menschen im öffentlichen Raum, die Maskenpflicht wurde auf öffentlich zugängliche Räume wie Geschäfte oder Bahnhöfen und Haltestellen ausgedehnt.

Im Schnitt stecke in der Schweiz jeder Infizierte derzeit 1,6 weitere Menschen an. Es müsse dazu von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sagte Kuster. Krankenhäuser würden wahrscheinlich wieder damit beginnen, Operationen, die nicht absolut notwendig seien, zu verschieben, um Kapazitäten zu schaffen.

Michael Rabba