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Corona: Stadt in China testet 10 Millionen Menschen in wenigen Tagen

09:02
15.10.2020
Nach einem neuen Ausbruch des Coronavirus hat die ostchinesische Metropole Qingdao innerhalb von vier Tagen einen Massentest bei zehn Millionen Menschen durchgeführt. Wie die lokale Gesundheitskommission am Donnerstag mitteilte, wurden seit dem Wochenende 13 Infektionen entdeckt. 9,94 Millionen Proben seien gesammelt worden, von denen über sieben Millionen bereits ausgewertet seien.

Die erste Infektion mit Sars-CoV-2 war über das Wochenende in einem Krankenhaus der Stadt entdeckt worden, woraufhin der Test der gesamten Bevölkerung angeordnet wurde. Getestet wurden auch Menschen aus anderen Städten, die in den letzten Tagen aus Qingdao zurückgekehrt waren. So wurden etwas Qingdao-Rückkehrer in Peking von ihren Arbeitgebern oder Nachbarschaftskomitees aufgefordert, sich testen zu lassen.

Konsequenzen hatte der Ausbruch in Qingdao für den Chef der städtischen Gesundheitskommission. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag berichtete, wurde Direktor Sui Zhenhua suspendiert.

Zuletzt wurden in China nur noch importierte Infektionen aus dem Ausland gemeldet. Mit strengen Maßnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus unter Kontrolle gebracht. Allerdings gab es in den letzten Monaten wie nun auch in Qingdao einige lokal begrenzte Ausbrüche, die aber schnell wieder eingedämmt wurden. Auch in diesen Fällen waren Massentests angeordnet worden. 

Max Seidenfaden

Israel lockert Flugbeschränkungen in Corona-Krise

08:51
15.10.2020
 Angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen hat die israelische Regierung eine Lockerung der Flugbeschränkungen beschlossen. Von Freitag an sollten Restriktionen am internationalen Flughafen Ben Gurion für Reisende aufgehoben werden, teilte das Büro des Ministerpräsidenten am Donnerstag mit.

Seit Verhängung eines zweiten Lockdowns am 18. September sind internationale Flugreisen nur in Ausnahmefällen erlaubt gewesen. Wenn Israelis in sogenannte „grüne Länder“ mit niedrigen Corona-Infektionszahlen reisen, müssen sie nach ihrer Rückkehr nicht in Quarantäne.

Es ist die erste Lockerungsmaßnahme seit Beginn des Lockdowns Mitte September. Andere Beschränkungen sollen mindestens bis Sonntag in Kraft bleiben.

Max Seidenfaden

Europaparlament sagt Sitzungswoche in Straßburg erneut ab

08:12
15.10.2020
Das Europaparlament wird wegen der Entwicklungen in der Corona-Pandemie wieder nicht im französischen Straßburg tagen. Die Situation in Frankreich und Belgien sei sehr ernst, erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments, David Sassoli, am Donnerstag auf Twitter. Reisen stellten eine Gefahr dar, deshalb werde die Sitzungswoche des EU-Parlaments erneut nicht in Straßburg stattfinden, so Sassoli.

Das Europaparlament hat zwei Sitze. Der Sitz in Straßburg ist in den EU-Verträgen festgelegt. Frankreich pocht darauf, dass wichtige Entscheidungen nur dort fallen.

Straßburg bleibe das Zuhause des EU-Parlaments und es werde alles unternommen, um dorthin zurückkehren zu können, so Sassoli. An den ausfallenden Plenarsitzungen im elsässischen Straßburg gab es bisher vor allem Kritik aus Frankreich.

Seit März finden die Sitzungen des EU-Parlaments wegen der Coronavirus-Pandemie in einem kleineren Format online und im Plenarsaal in Brüssel statt.

Max Seidenfaden