Letztes Update:
20201014193004

Keine Einigung über Corona-Beherbergungsverbote

19:30
14.10.2020
Bund und Länder haben bei ihren Corona-Beratungen im Kanzleramt keinen einheitlichen Kurs zu den Beherbergungsverboten für Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten gefunden. Bis zum 8. November soll diese umstrittene Maßnahme demnach auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Jan-Felix Jasch

Merkel: Maßnahmen nicht hart genug für Erfolg gegen Corona

19:19
14.10.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die bisherigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz massiv kritisiert. „Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden“, sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Mittwochabend während der Sitzung in Berlin. Mit den nun festgelegten Maßnahmen würden Bund und Länder „in zwei Wochen eben wieder hier“ sitzen. „Es reicht einfach nicht, was wir hier machen.“ Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. „Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schafft, wird immer länger.“

Jan-Felix Jasch

DGB ruft Unternehmen zu mehr Homeoffice wegen Corona-Infektionen auf

18:43
14.10.2020
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Unternehmen in Niedersachsen angesichts der wieder steigenden Zahl von nachgewiesenen Corona-Infektionen zu mehr Homeoffice aufgerufen. „Jetzt gilt es, Ruhe zu bewahren, aber gleichzeitig auch die steigenden Neuinfektionen in den Griff zu bekommen, um einen Lockdown zu verhindern“, sagte der DGB-Landesvorsitzende Mehrdad Payandeh am Mittwoch in Hannover. Er begrüßte den Appell von Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) vom Vortag, wieder verstärkt zu Hause zu arbeiten.

„Homeoffice hat sich als Instrument im Frühjahr bewährt, Unternehmen sollten es bewusst und proaktiv zur Vermeidung von Corona-Infektionen einsetzen“, sagte der DGB-Chef. „Es schützt die Gesundheit aller, wenn in Betrieben, aber auch in Bussen und Bahnen weniger Menschen unterwegs sind. Wir alle müssen die Corona-Pandemie ernst nehmen.“ Gleichzeitig forderte Payandeh die Politik auf, ein Recht auf Homeoffice gesetzlich zu verankern und vor allem den Arbeits- und Gesundheitsschutz sicherzustellen.

Max Seidenfaden