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20201012105710

Warum Stoßlüften so wichtig ist

10:23
12.10.2020
Neben Alltagsmaske, Abstand halten und Händewaschen wird in der kalten Jahreszeit noch eine weitere Corona-Vorsichtsmaßnahme immer wichtiger: regelmäßiges Stoßlüften. Denn jetzt hält man sich in aller Regel öfters drinnen auf als im Frühling und Sommer. In schlecht belüfteten Räumen sei die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch in der Luft schwebende Aerosole aber höher, erläutert der Tropenmediziner Emil Reisinger aus Rostock.

„Neben Tröpfchen gelten die wesentlich kleineren Aerosole als Hauptübertragungsweg der Coronaviren, wenn auch in geringerem Umfang“, sagt Reisinger. Während die schweren Tröpfchen schnell auf den Boden sinken, könnten die leichteren Aerosole längere Zeit in der Luft schweben und sich so in geschlossenen Räumen verteilen.

Die vermeintliche steigende Erkältungsgefahr, weil die Räume durch das Stoßlüften auskühlen, hält der Mediziner für unbegründet. Werde richtig gelüftet, brauche sich niemand davor zu fürchten. „Beim Stoßlüften von wenigen Minuten Dauer kühlt der Raum kaum aus.“ Alle Gegenstände und auch die Wände behielten die Zimmertemperatur bei und geben diese gespeicherte Wärme auch wieder ab.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) rät beispielsweise zu drei bis zehn Minuten langem Stoßlüften - und zwar in Besprechungsräumen nach jeweils 20 Minuten Zusammensitzen, in Büroräumen nach jeweils einer Stunde.

Jan-Felix Jasch

Südkorea lockert wegen Corona-Abwärtstrends die Abstandsregeln wieder

09:10
12.10.2020
Angesichts eines Abwärtstrends bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat Südkorea die Regeln zur Vermeidung sozialer Kontakte wieder gelockert. So können seit Montag landesweit als Hochrisiko-Orte eingestufte Einrichtungen wie Nachtclubs, Karaokebars, Buffetrestaurants und Fitnessstudios wieder öffnen, sofern Masken getragen und Gästelisten geführt werden. Auch können die Menschen wieder Kirchen für Gottesdienste oder Stadien für Spiele der professionellen Fußball- und Baseball-Ligen besuchen, solange eine Obergrenze von 30 Prozent der Platzkapazitäten eingehalten wird. Die Behörden vermeldeten zugleich einen leichten Anstieg bei den täglich erfassten Coronafällen auf fast 100.

Die Behörden warnten angesichts der gelockerten Abstandsregeln die Bürger vor zu großer Nachlässigkeit bei den Schutzmaßnahmen. „Wir müssen einen Mittelweg zwischen unserer täglichen Routine und den Quarantänemaßnahmen finden“, sagte Yoon Tae Ho vom Gesundheitsministerium.

Jan-Felix Jasch