Letztes Update:
20201012155630

Französischer Premier warnt vor weiteren Corona-Beschränkungen

08:26
12.10.2020
Angesichts hoher Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen hat Frankreichs Regierungschef Jean Castex seine Landsleute aufgerufen, sich der zweiten Welle der Covid-19-Epidemie zu stellen. „Wir sind tatsächlich in einer sehr schwierigen Lage“, sagte Castex am Montag im Nachrichtensender Franceinfo. Der seit rund drei Monaten amtierende Premierminister warnte vor zusätzlichen Einschränkungen für die Bürger, falls sich die Lage verschlimmere.

Frankreich hatte am Samstag annähernd 27 000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Sonntag waren es dann gut 16 000 Neuinfektionen gewesen. In Großstädten wie Paris, Lyon und Marseille gilt bereits die höchste Corona-Warnstufe. Dort mussten Bars und gastronomische Einrichtungen, die keine Speisen verkaufen, für zwei Wochen schließen. Castex bestätigte, dass nun auch in Toulouse und Montpellier die höchste Alarmstufe ausgerufen wird.

Jan-Felix Jasch

Hamburgs Gesundheitssenatorin verteidigt verschärfte Maskenpflicht

07:03
12.10.2020
Maske auf an öffentlichen Plätzen wie den Hamburger Landungsbrücken: Seit Montagmorgen muss dort auch im Freien ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) verteidigte die ausgeweitete Maskenpflicht für die Hansestadt am Montag. Sie sei wichtig, um unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von einer Woche zu bleiben, sagte die Politikerin dem Radiosender NDR Info.

„Wir sehen auch Chancen, dass man jetzt noch zu einer Situation kommt, wo sich die Neuinfektionszahlen einpendeln.“ Gleichzeitig verwies die Senatorin auf die zunehmende Dynamik, je höher die Zahlen einmal seien. „Man ist schneller bei 50, als man (...) sich (...) wieder zurückentwickelt. (...) Insofern sind wir schon an einem Punkt, an dem man höchste Aufmerksamkeit braucht.“ Sollten die Fallzahlen weiter steigen, schließt Leonhard zudem weitere Einschränkungen nicht aus. Denkbar seien eine nächtliche Sperrstunde und weniger erlaubte Gäste bei privaten Feiern.

Die verschärfte und generelle Maskenpflicht gilt nun in öffentlichen Gebäuden, Restaurants und auf bestimmten Hamburger Straßen. Die Landungsbrücken waren am Montag, 6.00 Uhr, der erste Ort, an dem die neue Hamburger Regelung in Kraft getreten ist. Die Polizei war am frühen Montagmorgen zunächst noch nicht auf gezielten Kontrollgängen unterwegs, wie ein Sprecher sagte. Das Tragen von Masken werde zudem stets im Rahmen der Streife kontrolliert. „Bislang gab es keine Auffälligkeiten.“

Jan-Felix Jasch