Insgesamt 23 von 215 getesteten rumänischen Mitbürgern in Wesselburen haben Corona. Sämtliche Laborergebnisse lägen inzwischen vor, teilte ein Sprecher des Kreises Dithmarschen am Mittwoch mit. Mit Stand Dienstag gebe es im gesamten Kreisgebiet 59 „aktive“ Positivfälle. Alle festgestellten Neuinfektionen entfielen auf die in Wesselburen am vergangenen Donnerstag getesteten Rumänen.
Das Robert Koch-Institut verzeichnete Stand Mittwoch 00.00 Uhr den Inzidenzwert 16,5 für den Kreis Dithmarschen. Dieser gibt an, wie viele Corona-Fälle es in den vergangenen sieben Tagen berechnet auf 100 000 Menschen gegeben hat. Ab dem Inzidenzwert 50 können Kreise oder kreisfreie Städte als Risikogebiete eingestuft werden.
In der Kleinstadt Wesselburen leben 3400 Menschen, darunter etwa 500 Rumänen. Viele von ihnen sind in der Landwirtschaft tätig. Es waren bereits 42 nachgewiesene Corona-Fälle in der rumänischen Gemeinschaft aufgetreten. Addiert man die 9 neuen Fälle hinzu, gab es bisher 51 Fälle unter den rumänischen Mitbürgern, von denen viele nach Angaben von Bürgermeister Heinz-Werner Bruhs (CDU) als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen leben.
Die Tests für die rumänischen Mitbürger waren von der Kreisverwaltung auf dem Gelände einer Arztpraxis angeboten worden. Parallel wurden am vergangenen Donnerstag 94 Schüler und Lehrer in der Grundschule getestet. Anlass war die Corona-Infektion einer Viertklässlerin. Die bisher vorliegenden Testergebnisse von Schülern und Lehrern waren alle negativ, es stehen aber noch einige Laborergebnisse aus.
Jean-Pierre Fellmer