Letztes Update:
20201007104246

10:42
07.10.2020
Die Politik rät zu Corona-Urlaub in Deutschland. Doch das ist teils nicht so leicht. Wo man hinfahren und übernachten kann, wo Quarantäne gilt, ist vielerorts unterschiedlich. Kommt ein bundesweiter Rahmen?

Jan-Felix Jasch

23 von 215 getesteten Rumänen in Wesselburen haben Corona

10:32
07.10.2020
Insgesamt 23 von 215 getesteten rumänischen Mitbürgern in Wesselburen haben Corona. Sämtliche Laborergebnisse lägen inzwischen vor, teilte ein Sprecher des Kreises Dithmarschen am Mittwoch mit. Mit Stand Dienstag gebe es im gesamten Kreisgebiet 59 „aktive“ Positivfälle. Alle festgestellten Neuinfektionen entfielen auf die in Wesselburen am vergangenen Donnerstag getesteten Rumänen.

Das Robert Koch-Institut verzeichnete Stand Mittwoch 00.00 Uhr den Inzidenzwert 16,5 für den Kreis Dithmarschen. Dieser gibt an, wie viele Corona-Fälle es in den vergangenen sieben Tagen berechnet auf 100 000 Menschen gegeben hat. Ab dem Inzidenzwert 50 können Kreise oder kreisfreie Städte als Risikogebiete eingestuft werden.

In der Kleinstadt Wesselburen leben 3400 Menschen, darunter etwa 500 Rumänen. Viele von ihnen sind in der Landwirtschaft tätig. Es waren bereits 42 nachgewiesene Corona-Fälle in der rumänischen Gemeinschaft aufgetreten. Addiert man die 9 neuen Fälle hinzu, gab es bisher 51 Fälle unter den rumänischen Mitbürgern, von denen viele nach Angaben von Bürgermeister Heinz-Werner Bruhs (CDU) als Großfamilien in sehr beengten Verhältnissen leben.

Die Tests für die rumänischen Mitbürger waren von der Kreisverwaltung auf dem Gelände einer Arztpraxis angeboten worden. Parallel wurden am vergangenen Donnerstag 94 Schüler und Lehrer in der Grundschule getestet. Anlass war die Corona-Infektion einer Viertklässlerin. Die bisher vorliegenden Testergebnisse von Schülern und Lehrern waren alle negativ, es stehen aber noch einige Laborergebnisse aus.

Jean-Pierre Fellmer

Hotel wirbt: Gäste auch ohne Maske willkommen - Polizeieinsatz

10:25
07.10.2020
Mit dem Schriftzug „Es sind auch Gäste ohne Mund-Nasen-Schutz willkommen“ hat ein Hotel in Bamberg geworben. Die Polizei schritt daraufhin wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein und stieß auf Widerstand. Der Wirt und seine Frau gerieten mit den Polizisten aneinander. Beim Einsatz wurden vier Beamte leicht verletzt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. „Das reicht vom Kratzer an der Stirn bis zum verstauchten Finger“, erklärte ein Sprecher. Alle seien aber wieder im Dienst.

Ein Tourist informierte die Polizei am Dienstag, dass das Hotel explizit Gäste ohne Maske willkommen heiße. Auch die Mitarbeiter trugen bei der Kontrolle keinen Mund-Nasen-Schutz, auf Abstandsregeln wurde nicht geachtet. Der Hotelier und seine Frau sollen den Einsatz trotz mehrfacher Belehrung der Polizisten gefilmt haben.

Den Angaben nach weigerten sie sich, das Handy herauszurücken und verletzten dabei leicht die Beamten. Die Polizei ermittelt nun wegen tätlichen Angriffs, Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz. 

Jean-Pierre Fellmer