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20201007142254

Auseinandersetzungen bei Corona-Kontrollen in israelischen Städten

10:12
07.10.2020
Die israelische Polizei ist bei der Durchsetzung von Corona-Vorschriften in mehreren Städten mit Ultraorthodoxen aneinandergeraten. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollten Beamte in Modiin Illit das Gebiet um eine Synagoge räumen, als Hunderte Anwohner erschienen. Polizisten wurden mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Vier Beamte wurden verletzt, sieben Verdächtige festgenommen. Auseinandersetzungen gab es am Dienstagabend auch in Jerusalem.

Israel steckt inmitten einer zweiten Corona-Welle. Nach einer massiven Zunahme der Fallzahlen gilt ein landesweiter Lockdown mit strengen Regeln. Danach ist es derzeit nicht erlaubt, gemeinsam mit anderen Menschen in geschlossenen Räumen zu beten. An Gebeten im Freien dürfen nur 20 Menschen teilnehmen.

In der strengreligiösen Gemeinschaft wurden zuletzt viele Neuinfektionen verzeichnet. In ultraorthodoxen jüdischen Wohnvierteln leben häufig größere Familien auf engem Raum zusammen. Viele strengreligiöse Juden fühlten sich zudem schon vor Beginn der Krise nicht vom Staat Israel vertreten. Sie leben teilweise in einer Art Parallelwelt und folgen eher den Vorgaben ihrer eigenen Führung als denen des Staates.

Jean-Pierre Fellmer

93 neue Corona-Infektionen in Hamburg - 57 Patienten in Kliniken

10:10
07.10.2020
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Mittwoch um 93 Fälle gestiegen. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie bestätigen Infektionen erhöhte sich auf 8543, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Am Dienstag waren 112 Fälle hinzugekommen. Etwa 6900 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden, 100 mehr als am Vortag.

Mit 34,1 Fällen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter dem Grenzwert von 50. Wenn dieser überschritten wird, kann das neue Beschränkungen nach sich ziehen. Am Dienstag war der Wert mit 32,3 angegeben worden. In Hamburger Krankenhäusern wurden 57 Covid-19-Patienten behandelt, sechs mehr als am Vortag. Die Zahl der Patienten auf Intensivstationen erhöhte sich auf zwölf, zwei mehr als am Vortag.

Bislang starben nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 241 Menschen in Hamburg an Covid-19. Die Zahl blieb am Mittwoch unverändert. Das RKI nannte für Hamburg 274 Tote, einen mehr als am Vortag.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt auf dieser Grundlage dann alle Fälle, bei denen jemand einer Covid-19-Erkrankung erlegen ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Jean-Pierre Fellmer

Umsatz der Reisebranche bricht weiter ein

09:47
07.10.2020
Die Umsatzbilanzen von Reisebüros und Veranstaltern verschlechtern sich in der Corona-Krise weiter. Reisewarnungen und Buchungszurückhaltung der Kunden reißen tiefe Löcher. Nach einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) sind die Umsätze zum Buchungsstand Ende August 2020 für die diesjährige Sommersaison zusammengerechnet um 74 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen. Ende Juli lag das Minus bei 70 Prozent. Die Wintersaison 2020/21 verzeichnete einen Rückgang um 59 Prozent.

Die derzeit geltenden Reisewarnungen für beliebte Sonnenziele, zum Beispiel für die Kanaren oder Ägypten, belasten das Wintergeschäft. Die Vorausbuchungen für die winterlichen Reisemonate fielen weit unterdurchschnittlich aus, die Verluste summierten sich von Monat zu Monat, erläuterte das Analysehaus.

Neben der Zurückhaltung verunsicherter Kunden belasten Stornierungen gebuchter Reise wegen Reisewarnungen die Branche. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine abschreckende Wirkung haben. Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. Falls Kunden nicht umbuchen wollen oder Gutscheine akzeptieren, müssen Veranstalter bereits geleistete Anzahlungen zurückerstatten.

Jean-Pierre Fellmer