Letztes Update:
20201006184521

Berlin beschließt Sperrstunde für Geschäfte, Restaurants und Bars

17:52
06.10.2020
Wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen müssen die meisten Geschäfte sowie alle Restaurants und Bars in Berlin künftig von 23 bis 6 Uhr schließen. Der Senat beschloss am Dienstag eine nächtliche Sperrstunde, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr. Demnach sind Ausnahmen etwa für Tankstellen geplant, diese dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen.

Zudem gelten in der Stadt bald neue Einschränkungen für private Feiern in geschlossenen Räumen. Künftig dürfen daran nur noch maximal 10 statt bisher 25 Personen teilnehmen, wie der Senat den Angaben zufolge weiter beschloss.

Zum ersten Mal zeigt das Berliner Ampelsystem zur Bewertung der Corona-Lage dem Senat Handlungsbedarf an: Die Zahl der Neuinfektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl in den vergangenen sieben Tagen und die Reproduktionszahl liegen inzwischen über den als kritisch definierten Grenzwerten.

Michael Rabba

Corona-Ausbruch bei U20-Europameisterschaft der Volleyballer

17:15
06.10.2020
Bei der U20-Europameisterschaft der Volleyballer in Tschechien ist es zu einem Coronavirus-Ausbruch gekommen. Das deutsche Team berichtete am Dienstag von mindestens sechs Fällen, die nach der Rückkehr in die Heimat erkannt worden sind. Alle Betroffenen - die erkrankten Spieler und Betreuer wurden nicht namentlich genannt - zeigten „keine oder leichte Symptome und einen milden Verlauf“, wie der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) mitteilte.

Alle Delegations-Mitglieder hätten sich nach der Heimreise am Sonntag wie vorgeschrieben in die häusliche Quarantäne begeben. In der Woche sollte bei neuen Tests überprüft werden, ob es weitere Fälle gibt.

Die Deutschen waren nicht die Einzigen, bei denen sich Spieler infizierten. Sieben italienische Teammitglieder wurden ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet, wie am Dienstag bekannt wurde. Italien hatte bei dem Turnier in Brünn die Silbermedaille gewonnen.

Für DVV-Sportdirektor Christian Dünnes klang das Hygienekonzept der EM zwar „schlüssig und sicher“; allerdings habe es nicht gegriffen. „Wir werden uns hierzu an den europäischen Verband CEV wenden, um in Erfahrung zu bringen, warum dies nicht konsequent umgesetzt wurde, um die Sicherheit aller Personen vor Ort zu gewährleisten“, sagte er.

Michael Rabba