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20201004144449

Neue Corona-Beschränkungen auf Island - Bars werden geschlossen

12:10
04.10.2020
Die Menschen auf Island müssen sich wegen steigender Infektionszahlen auf neue Corona-Beschränkungen einstellen. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus wird die Teilnehmergrenze für öffentliche Versammlungen ab Montag auf maximal 20 Personen herabgesetzt. Ausnahmen davon gelten etwa für Hochschulen und auf Beerdigungen. Außerdem werden Bars, Nachtclubs und Fitnessstudios geschlossen, wie die isländische Regierung am späten Samstagabend mitteilte. Damit folgte Gesundheitsministerin Svandís Svavarsdóttir einem Vorschlag des isländischen Chefepidemiologen Thórólfur Gudnason. Schulen und Kindergärten bleiben offen.

Island mit seinen gut 360 000 Einwohnern hat seit Beginn der Corona-Krise knapp 2900 Infektionen verzeichnet und ist insgesamt bislang verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen. Zehn Erkrankte sind bislang gestorben, der letzte dieses Todesfälle ist aber bereits Monate her. Im Sommer hatte es kaum noch aktive Fälle gegeben, seit Ende Juli nehmen die Infektionszahlen aber wieder zu.

Jan-Felix Jasch

Bericht: Mehr als 30 000 Corona-Bußgeldverfahren in großen Städten

10:45
04.10.2020
In den sieben einwohnerstärksten Städten in Deutschland sind laut einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ deutlich mehr als 30 000 Corona-Bußgeldverfahren eingeleitet worden. In München seien demnach bis Ende September gut 9100 Verfahren durchgeführt worden, heißt es unter Berufung auf einen Sprecher des örtlichen Kreisverwaltungsreferats. Knapp dahinter liege Hamburg mit rund 11 000 Verfahren.

In Stuttgart wurden dem Bericht zufolge seit April 4745 Bußgeldverfahren bearbeitet. Frankfurt am Main habe rund 3100 Verfahren eingeleitet, heißt es weiter, Düsseldorf 1200. In Berlin seien die einzelnen Bezirke zuständig, wo es laut Bericht 4400 Verfahren gebe - allerdings hätten nicht in allen Bezirken aktuelle Zahlen vorgelegen. Damit ergibt sich eine Gesamtsumme von gut 33 500 verzeichneten Bußgeldverfahren. Dabei fehlen Angaben aus Köln, wo nur Schätzungen vorliegen, mit wie vielen Einnahmen zu rechnen ist.

Die Rheinmetropole prognostiziert diese demnach auf rund 430 000 Euro und liegt im Vergleich der befragten Städte im Mittelfeld. Für München werden in dem Bericht 1,2 Millionen Euro Einnahmen genannt, Hamburg liege knapp unter einer Million. Berliner Bezirke beziffern die Einnahmen demnach auf mindestens 120 000 Euro, wie es in dem Bericht heißt. Für Frankfurt und Düsseldorf werden die Einnahmen mit 275 000 und 112 000 Euro angegeben. Stuttgart hatte als einzige der angefragten Städte keine Angaben zu den Einnahmen gemacht.

Sarah Haferkamp