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Schlachthof im emsländischen Sögel hat 36 Corona-Fälle

16:17
01.10.2020
Im emsländischen Sögel sind 36 Beschäftigte des Schlachthofes Weidemark mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handele sich überwiegend um Mitarbeiter von Subunternehmen der Weidemark Fleischwaren GmbH & Co. KG, teilte der Landkreis Emsland am Donnerstag mit. Alle Betroffenen seien in Qurantäne. Die Fälle hätten sich bei Tests durch den Betriebsarzt ergeben. Nach Angaben der Gemeinde Sögel werden die rund 2000 Mitarbeiter des Schlachthofes regelmäßig auf das Virus getestet. Wegen der neuen Fälle wurden vom Landkreis engmaschige Kontrollen sowie das Tragen von FFP-2-Schutzmasken auf dem gesamten Gelände angeordnet.

Auf ihrer Internet-Seite beantwortet die Gemeinde Sögel Fragen zu Corona und dem Schlachthof. Demnach halten die Werkvertragsunternehmen und die Firma Weidemark vorsorglich Quarantäne-Wohnungen bereit, um in einem Infektionsfall erkrankte Menschen zu isolieren. In der Corona-Pandemie gab es bereits mehrere große Ausbrüche auf Schlachthöfen.

Die Konzerne Tönnies, Westfleisch und PHW (Wiesenhof) hatten angekündigt, ab 2021 auf Werkarbeiter weitgehend verzichten zu wollen. Die Bundesregierung plant zum 1. Januar zudem ein Verbot der Werkvertragsarbeit in der jetzigen Form. Die Firma Weidemark in Sögel gehört zur Tönnies-Unternehmensgruppe mit Sitz im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück.

Max Seidenfaden

Spahn: „AHA“-Formel ist schärfste Waffe gegen Corona

15:45
01.10.2020
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat erneut eindringlich dafür geworben, die Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu befolgen. Gerade mit Blick auf Herbst und Winter müsse man weiter „aufeinander aufpassen“, sagte Spahn am Donnerstag bei den Haushaltsberatungen im Bundestag. Die sogenannte „AHA“-Formel - also die Mischung aus Abstand, Hygiene und Alltagsmasken - sei dabei „die schärfste Waffe, die wir haben“, sagte Spahn und wies gleichzeitig die Kritik am Tragen von Schutzmasken zurück: Freiheit bedeute auch, die Freiheit und Gesundheit des Anderen zu achten.

Max Seidenfaden

American Airlines beurlaubt 19 000 Mitarbeiter

15:06
01.10.2020
Wegen des Einbruchs des Reisegeschäfts infolge der Coronavirus-Pandemie startet die US-Fluglinie American Airlines an diesem Donnerstag mit der Zwangsbeurlaubung von 19 000 Mitarbeitern. Das ging am Mittwoch (Ortszeit) aus einem Schreiben von Konzernchef Doug Parker hervor. In der Erklärung wird auf Verhandlungen des Weißen Hauses und Vertretern des US-Repräsentantenhauses und -Senats verwiesen, die sich bislang nicht auf ein weiteres Hilfspaket im Zuge der Corona-Krise einigen konnten, das auch Hilfen für die Fluggesellschaften verlängern könnte.

Einschnitte beim Personal beträfen bei United Airlines ab Donnerstag mehr als 13 400 Mitarbeiter, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf die Fluggesellschaft.

American Airlines und United Airlines hatten schon in den vergangenen Wochen mit Ankündigungen von drohenden Entlassungen und Zwangsbeurlaubungen Druck auf Washington gemacht, wo Vertreter des US-Kongresses und dem Weißen Haus seit Wochen um ein weiteres Konjunkturpaket in der Corona-Krise ringen. Ein Rettungspaket für die Fluggesellschaften lief mit Ende September aus.

Sarah Haferkamp