Letztes Update:
20201001145156

40 neue Infektionen in Bremen

14:42
01.10.2020
Die Zahl der Corona-Erkrankungen in Bremen ist erneut stark gestiegen. Das Gesundheitsressort bestätigte am Donnerstag 40 neue Fälle, die Gesamtzahl der positiven Corona-Fälle in Bremen auf 2511. Alle neuen Fälle sind im Stadtgebiet Bremen registriert worden, wo die Anzahl der aktiven Corona-Infektionen um 26 auf 316 stieg. In Bremerhaven gibt es derzeit zehn aktive Infektionen. Die Zahl der genesenen Personen stieg um 14 auf 2126, 59 Menschen sind im Land Bremen an den Folgen einer Infektion gestorben. Zehn Personen befinden sich derzeit in stationärer Behandlung. Vier von ihnen sind laut Gesundheitsbehörde in schlechtem bis kritischen Zustand.

Max Seidenfaden

Bremen verbietet Feiern mit über 50 Personen

14:05
01.10.2020
Bremen reagiert auf die steigenden Fallzahlen und verbietet Feiern mit über 50 Personen in öffentlichen oder angemieteten Räumen. Das teilte eine Sprecherin des Innensenators Ulrich Mäurer (SPD) mit. „Die steigende Fallzahlen zwingen uns zum sofortigen Handeln“, wird Mäurer in der Mitteilung zitiert. Das Ordnungsamt habe die Entscheidung zusammen mit der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz am Donnerstag getroffen.

Hochzeitsfeiern, Jubiläen oder größere Geburtstagspartys sind damit bereits ab Samstag, 3. Oktober verboten. Die Regelung soll zunächst für die kommenden drei Wochen gelten, sie kann aber je nach Infektionsgeschehen verlängert werden. Das Verbot ist an die sogenannte 7-Tage-Inzidenz geknüpft: Wenn vor Ablauf der drei Wochen der Wert unter 35 liegt, sollen Feiern auch mit mehr Menschen wieder möglich sein. Derzeit liegt die 7-Tage-Inzidenz in Bremen laut Robert-Koch-Institut bei 36,4. Die 7-Tage-Inzidenz gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen an. 

Patrick Reichelt

Spahn erwartet zentrale Corona-Impfungen in Messehallen

13:28
01.10.2020
Beschäftigte des Gesundheitswesens, Ältere und Kranke könnten ab dem Winter in Deutschland als Erste zentral in Messehallen gegen eine Corona-Infektion geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag in Berlin, er glaube, dass am Anfang in Impfzentren gestartet werden müsse. „Das sind aus meiner Sicht eher keine Turnhallen, sondern eher Messehallen“, sagte Spahn. „Da sind wir jetzt in der Diskussion auch mit den Ländern.“

Da es wohl anfangs nicht für alle Menschen Impfstoffe gebe, entstehe voraussichtlich die Notwendigkeit einer Priorisierung, sagte Spahn. Zur Frage, wer zuerst geimpft wird, nannte er als Beispiele die Beschäftigten des Gesundheitswesens oder bestimmte Risikogruppen. Zu den Kriterien einer solchen Prioritätensetzung habe er den Deutschen Ethikrat, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission um Vorschläge bis Ende Oktober gebeten.

Zu Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf haben, zählt das RKI unter anderem Ältere ab 50 bis 60 Jahren, Menschen mit Herzkreislauferkrankungen, mit Diabetes oder Erkrankungen des Atmungssystems sowie Patienten mit unterdrücktem Immunsystem - vor allem wenn mehrere dieser Merkmale gemeinsam zutreffen. 

Jean-Pierre Fellmer