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20200930145230

Im Corona-Hotspot Madrid zeichnet sich Einigung über Maßnahmen ab

14:13
30.09.2020
Nach tagelangem Streit über die richtigen Maßnahmen zur Bekämpfung der sich schnell erhöhenden Corona-Zahlen in der spanischen Hauptstadt Madrid hat sich am Mittwoch eine mögliche Lösung abgezeichnet. Das nationale Gesundheitsministerium und die Gesundheitsbehörde der Stadt hätten sich grundsätzlich auf die von der Zentralregierung geforderte weitgehende Abriegelung der Stadt geeinigt, wenn die dafür definierten Kriterien auch für alle anderen spanischen Großstädte gelten würden, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa am Mittwoch.

Der Kompromissvorschlag sieht demnach vor, dass Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und der sozialen Kontakte ergriffen werden, wenn in einer Stadt mit mindestens 100 000 Einwohnern die 14-Tage-Inzidenz über 500 Neuinfektionen liegt, mindestens 10 Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und die Betten auf Intensivstationen zu mehr als 35 Prozent mit Corona-Patienten belegt sind. Nach diesen Kriterien wären nach Angaben der Zeitung „El País“ fast ganz Madrid sowie neun weitere Kommunen in der Nähe der Hauptstadt betroffen.

Jan-Felix Jasch

Corona-Pandemie: UN-Chef will 35 Milliarden Dollar für Impf-Programm

14:45
30.09.2020
UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Corona-Pandemie zu einer besseren Finanzierung des Impf-Programms der Vereinten Nationen aufgerufen. Es brauche einen „Quantensprung“ an Unterstützung über die bislang zugesagten drei Milliarden Dollar (2,6 Milliarden Euro) für das ACT-Programm hinaus. Für seine maximale Wirkung brauche es 35 weitere Milliarden, sagte Guterres zu Beginn einer hochrangig besetzten digitalen Veranstaltung am Mittwoch, bei der Zusagen für die Initiative erwartet werden. Es sei an der Zeit, dass Länder Mittel aus ihren nationalen Corona-Programmen für ACT benutzten, betonte der UN-Chef.

Das Programm, an dem sich UN-Angaben zufolge unter anderem Deutschland, Frankreich und Großbritannien beteiligen, soll die internationale Zusammenarbeit stärken, um Test-Kapazitäten und Behandlungsmöglichkeiten für Menschen auf der ganzen Welt zugänglich zu machen. Vor allem aber soll es die Entwicklung eines Impfstoffs fördern, der für alle erhältlich und bezahlbar ist. Bei der Veranstaltung am Mittwoch wird auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen.

Jan-Felix Jasch