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20200928175624

Norwegen kündigt nach Datenschutzproblemen neue Corona-App an

17:03
28.09.2020
Als eines der ersten Länder Europas hatte Norwegen im Frühjahr eine Corona-Warn-App eingeführt - jetzt will die Regierung in Oslo einen erfolgreicheren Nachfolger auf den Weg bringen. Die neue App solle ihren wegen Datenschutzbedenken auf Eis gelegten Vorgänger „Smittestopp“ ersetzen, und Ziel sei, sie bis Ende des Jahres startklar zu machen, kündigte Gesundheitsminister Bent Høie am Montag an. Diesmal solle sie nur der digitalen Infektionsverfolgung dienen, Daten dabei aber nicht zentral speichern. Basieren soll das Ganze auf internationalen Lösungen von Google und Apple, auf denen nach norwegischen Angaben unter anderem auch die deutsche Warn-App beruht.

Bereits Mitte April konnten sich die Norweger „Smittestopp“ auf ihre Smartphones herunterladen. Damit sollten mögliche Infektionen aufgespürt werden, während erste in der Corona-Krise erlassenen Maßnahmen in Norwegen gelockert worden waren. Erfolge blieben aber aus. Nur zwei Monate später wurde die App dann gestoppt, nachdem die Datenschutzbehörde des Landes angekündigt hatte, die Verarbeitung der erhobenen persönlichen Daten vorübergehend verbieten zu wollen. Daten sammelte die App seitdem nicht mehr ein, das nationale Gesundheitsinstitut FHI löschte zugleich alle gespeicherten persönlichen Informationen. Mehr als 1,5 Millionen Norweger hatten sich die App bis dahin herunterladen.

Jan-Felix Jasch

Zahl der aktiven Infektionen in Bremen steigt erneut

15:51
28.09.2020
Das Gesundheitsamt Bremen meldete am Montag 13 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Elf Menschen sind genesen, damit steigt die Zahl der aktiven Infektionen erneut leicht an. Im Land Bremen müssen aktuell zehn Personen stationär versorgt werden. Keine der stationär versorgten Personen muss auf einer Intensivstation behandelt oder beatmet werden. Insgesamt sind derzeit 242 Menschen mit dem Virus infiziert. 

Jan-Felix Jasch

Hans: Keine Denkverbote bei weiterer Bekämpfung von Corona

15:02
28.09.2020
Bei der weiteren Bekämpfung der Corona-Pandemie darf es laut Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) grundsätzlich keine Denkverbote geben. „Es kommt darauf an, einen Weg zu finden, mit dem wir es Sars-CoV-2 so schwer wie möglich machen und gleichzeitig den Menschen in unserem Land nur so wenige Einschränkungen wie nötig abverlangen“, sagte er am Montag mit Blick auf die Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag. „Das ist ein schwieriger Spagat, aber ich bin überzeugt, dass wir ihn gemeinsam meistern können.“

Hans sagte weiter, er erwarte von der MPK „ein Signal der politischen Führung in der Krise: Es ist jetzt nicht die Zeit für Partys und Treffen ohne Abstand und Maske“. Wie dieses „Signal“ ausgestaltet werden könne, darüber solle am Dienstag beraten werden. Klar sei: Die Deutschen dürften „nicht leichtfertig werden“ und die bisher „stabile Situation verspielen“. Man müsse davon ausgehen, dass die Infektionszahlen im Herbst und im Winter wieder „deutlich ansteigen“.

Jan-Felix Jasch