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20200927125619

Mediziner fordern „drastische Maßnahmen“ in Frankreich gegen Corona

12:33
27.09.2020
 Medizinerinnen und Mediziner fordern angesichts der angespannten Corona-Lage in Frankreich „drastische Maßnahmen“. Ohne diese Maßnahmen würde es Frankreich mit einer zweiten Welle zu tun bekommen, die für Krankenhäuser und Intensivstationen viel schwieriger zu bewältigen sein werde als die erste, hieß es in einem offenen Brief von sieben Medizinern, der am Sonntag im „Journal du Dimanche“ veröffentlicht wurde. „(...) Wir müssen jetzt schnell und entschlossen handeln.“

Spanien, Israel, Großbritannien und Italien setzten bereits seit fast zwei Wochen Maßnahmen um - in einigen Ländern gebe es gar Ausgangsbeschränkungen, so die Autorinnen und Autoren. „Die Gesundheitssituation in Frankreich unterscheidet sich nicht von der in diesen Ländern.“ Die Experten fordern, dass Masken immer getragen werden - nur Menschen, die in einem Haushalt leben, könnten darauf verzichten.

„Unternehmen und Bildungseinrichtungen sollten nicht geschlossen werden, aber Abstandsregeln sollten strikt durchgesetzt werden.“ Auch in Restaurants müsse die Maske getragen werden - außer beim Essen. „Wenn diese Maßnahmen ab diesem Wochenende angewandt und zwei bis drei Wochen lang aufrechterhalten werden, könnten sie das Niveau der Epidemie wieder auf das Niveau vom vergangenen Juni bringen.“

Patrick Reichelt

IOC-Präsident Bach: Tour de France und Radevents als Olympia-Vorbild

12:04
27.09.2020
IOC-Präsident Thomas Bach hält die Radsport-Events in Zeiten des Coronavirus für eine Olympia-Inspiration und hat sich bei einem Besuch bei der Straßenrad-WM in Imola am Wochenende selbst davon überzeugt. „Wir haben in den letzten Monaten gesehen, dass man Sportevents in einer sicheren Umgebung organisieren kann - auch ohne einen Impfstoff. Radsport hat dafür eine sehr zentrale Rolle gespielt – erst die Tour de France, nun die WM. Die Tour ist dafür eines der schwierigsten Events im internationalen Sport“, sagte Bach in einer internationalen Medienrunde in Imola. Am Samstag und Sonntag sah sich der IOC-Boss die beiden WM-Straßenrennen vor Ort an.

Auf die Erfahrungen der Radsport-Szene wolle man für die auf 2021 verschobenen Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August) zurückgreifen, wie der 66-Jährige betonte. „Der Erfolg dieser Events gibt uns und dem gesamten Sport viel Selbstvertrauen. Ich möchte den Verantwortlichen danken, besonders der UCI, dass sie so eine Verantwortung übernommen haben“, sagte Bach, der mit einem Mund-Nasen-Schutz des Radsport-Weltverbandes UCI sprach. Der Impfstoff sei für Tokio „nicht das Allheilmittel, das alle Probleme löst“, fügte Bach an.

Patrick Reichelt

Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht

11:33
27.09.2020
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen fordert der Städte- und Gemeindebund eine Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes solle überall dort vorgeschrieben werden, „wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden kann - etwa bei Weihnachtsmärkten oder belebten Plätzen - und wo das Infektionsgeschehen die kritische Grenze von mehr als 50 Neuinfektionen pro Woche auf 100 000 Einwohner erreicht hat oder überschreitet“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Dienstag mit den Bundesländern über Maßnahmen gegen die weiter steigenden Corona-Infektionszahlen beraten. Hintergrund sei der besorgniserregende Umstand, dass mehrere große Städte den wichtigen Grenzwert von 50 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche überschritten hätten.

Zuvor hatte der Landkreistag bereits eine Obergrenze von weniger als 50 Menschen bei Privatfeiern gefordert. „Ab 50 Teilnehmern wird es logistisch extrem schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen, wenn ein Covid-Positiver unter der Gesellschaft war“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Landsberg nannte es „sinnvoll, bundeseinheitlich eine Höchstzahl von 50 Teilnehmern bei solchen privaten Festen festzulegen.“

Patrick Reichelt