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Landkreise wollen bundeseinheitliche Obergrenze für Privatfeiern

06:08
26.09.2020
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie fordert der Deutsche Landkreistag eine bundesweite Obergrenze von weniger als 50 Menschen bei Privatfeiern. „Ab 50 Teilnehmern wird es logistisch extrem schwierig, die Kontakte nachzuverfolgen, wenn ein Covid-Positiver unter der Gesellschaft war“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).

Bislang gibt es keine einheitliche Teilnehmerbegrenzung für Privatfeiern, auf dem Treffen zwischen Bund und Ländern kommende Woche müsse diese aber kommen. „Wir sehen in Hamm, wozu eine rauschende Hochzeit mit 150 Gästen führen kann“, sagte Sager mit Blick auf eine Großhochzeit in der NRW-Stadt.

Bundesweit alles einheitlich regeln will der CDU-Politiker dabei aber nicht. Der dezentrale Ansatz sei „ein Erfolgsmodell und muss beibehalten werden“, sagte er. „Wenn wir den Menschen im dünn besiedelten Mecklenburg-Vorpommern verbieten, in der Öffentlichkeit ein Bier zu trinken, weil in München alle Signale auf Rot stehen, würde das die Akzeptanz drastisch schwächen.“ Aus seiner Sicht spreche auch nichts dagegen, „in kaum von Corona betroffenen Kreisen Weihnachtsmärkte zu erlauben, wenn vernünftige Hygienekonzepte vorliegen.“

Patrick Reichelt

Was am 25. September wichtig war

13:15
25.09.2020
Bremen und Niedersachsen
  • Mit 41 hat Bremen den höchsten Stand an Neuinfektionen pro Tag seit Mitte Mai erreicht.
  • Gehäufte Corona-Infektionen im Umfeld einer Freikirche im Kreis Rotenburg haben zu Quarantäne-Maßnahmen auch an drei Kindergärten und vier Schulen mit rund 160 Betroffenen geführt. Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, gibt es derzeit 26 aktive Corona-Fälle.
  • In Niedersachsen sind bisher Corona-Hilfen in Höhe von bis zu 7,4 Millionen Euro zu Unrecht ausgezahlt worden. Diese Summe ergibt sich aus 916 Betrugsverfahren.

Deutschland und Welt
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Bürgern angesichts steigender Corona-Fälle von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien abgeraten. „Man kann ja auch Urlaub im Inland machen“, sagte der CDU-Politiker.
  • Der Staat hat in den vergangenen Monaten insgesamt rund 60 Millionen Euro sogenannter Überbrückungshilfe an Studenten gezahlt.
  • Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt wegen der Corona-Pandemie den weltberühmten Karneval. Ein neuer Termin hängt von einem flächendeckenden Impfstoff ab.
  • In Deutschland werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums zur Zeit gut 1,2 Milliarden Schutzmasken gelagert. 
  • Dänemark hat einen neuen Höchststand bei den Corona-Neuinfektionen erreicht und weitet seine gegen die Virusausbreitung ergriffenen Beschränkungen aus. Die landesweit ergriffenen Maßnahmen werden nun um zwei Wochen bis zum 18. Oktober verlängert,
  • Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das österreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Patrick Reichelt