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Mehrere EU-Staaten blockieren wichtige Entscheidung für Corona-Hilfen

20:30
25.09.2020
Mehrere EU-Staaten haben am Freitag eine für den Start des europäischen Corona-Konjunkturprogramms wichtige Entscheidung verhindert. Wie Diplomaten berichteten, machten im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten rund ein Drittel der Mitglieder deutlich, dass sie den sogenannten Eigenmittelbeschluss erst dann mittragen werden, wenn Klarheit über den Gesamthaushalt für die kommenden sieben Jahre besteht. „Dies zeigt, wie wichtig rasche Fortschritte bei den Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament über den mehrjährigen Finanzrahmen sind, um das Gesamtpaket rechtzeitig über die Ziellinie zu bringen“, kommentierte ein Diplomat.

Das von den Staats- und Regierungschefs bei einem Sondergipfel im Juli vereinbarte Paket besteht aus Corona-Hilfen im Umfang von 750 Milliarden Euro und aus Geldern für die EU-Haushalte von 2021 bis 2027 in Höhe von 1074 Milliarden Euro. Es kann allerdings nur in Kraft treten, wenn auch das EU-Parlament zustimmt. Nach derzeitigem Stand wollen die Abgeordneten dies nur tun, wenn es mehr Geld als geplant für EU-Programme wie Erasmus (Jugend & Bildung) und Horizon (Forschung) gibt.

Patrick Reichelt

Erneut positiver Corona-Test bei Schalker Fußball-Profi

20:23
25.09.2020
Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 ist einen Tag vor dem wichtigen Spiel gegen Werder Bremen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) durch einen positiven Corona-Fall bei einem Lizenzspieler aufgeschreckt worden. Das gab der Verein am Freitag bekannt. Der betroffene Spieler, dessen Name der Verein nicht veröffentlichte, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Über das weitere Vorgehen ist der Verein mit den Gesundheitsbehörden im Austausch. Laut Trainer David Wagner steht das Spiel aber nicht auf der Kippe.

Der Verein selbst habe aus „den Vorkommnissen im Trainingslager den ein oder anderen Schluss gezogen“, sagte Wagner. Schon in Österreich war ein Schalker Profi positiv auf Corona getestet worden. Seitdem halte er „jedes Mal die Luft an, dass alle negativ bleiben“. Der erneute positive Fall beeinträchtige die Vorbereitung auf das auch für Wagner nach dem 0:8 zum Auftakt beim FC Bayern wichtige Bremen-Spiel. „Natürlich sind Gedankengänge, die du über die Woche entwickelt hast, hinfällig“, sagte der 48-Jährige.

Patrick Reichelt

Veranstaltungsbranche fordert Änderungen bei Corona-Hilfen

20:13
25.09.2020
Mehrere Verbände der Veranstaltungsbranche und das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot haben vom Bund massive Änderungen bei den Corona-Hilfen gefordert. Das Hilfsprogramm sei in keiner Weise ausreichend, um dem von den Corona-Infektionsschutzmaßnahmen besonders hart betroffenen Wirtschaftszweig der Veranstalter, Spielstättenbetreiber und Veranstaltungsdienstleister wieder auf die Beine zu helfen, teilten das Bündnis und die Verbände am Freitag in Hamburg mit. Viele Firmen stünden nach nun bereits mehr als sechs Monaten Veranstaltungsverbot vor dem wirtschaftlichen Aus und hätten keine Perspektive für ihre Zukunft.

Im Kern verlangen das Bündnis und die Verbände eine Ausweitung des Kreises der antragsberechtigten Unternehmen, eine längere Programmlaufzeit und den Wegfall der Begrenzung der Förderhöhe. Außerdem müsse der Katalog förderfähiger Kosten ausgeweitet und der steuerliche Verlustrücktrag ausgedehnt werden. Zusätzlich sollten die Kreditprogramme modifiziert werden.

Die gesamte Veranstaltungsbranche stehe mit dem Rücken zur Wand. Die nächste Bazooka müsse daher tatsächlich eine sein - „ansonsten wird die Veranstaltungswirtschaft Deutschlands vollständig und unwiederbringlich implodieren“, erklärten das Bündnis und die Verbände. Unterzeichnet haben die Forderungen unter anderem der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV), der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC), der FAMAB Kommunikationsverband, der Berufsverband Discjockey von 1982 und der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik (VPLT).

Patrick Reichelt