Nach Rekordzahlen von Infektionen verschärft die israelische Regierung im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus die Lockdown-Maßnahmen in dem Land. Neue, vorerst rund zwei Wochen geltende Restriktionen traten am Freitagnachmittag in Kraft. Nur in Ausnahmefällen dürfen sich die Menschen weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause wegbewegen - etwa für den Weg zu einer Arbeit, die als essenziell eingestuft wird.
Der öffentliche Nahverkehr wird eingeschränkt. Es gelten weiter Versammlungsbeschränkungen. Streit gab es in der Regierung noch über mögliche Einschränkungen des Demonstrationsrechts. Supermärkte und Apotheken dürfen weiter öffnen.
Tausende Polizisten sollten die Maßnahmen durchsetzen. Die Verschärfung wurde kurz vor dem wichtigsten jüdischen Feiertag umgesetzt, dem am Sonntag beginnenden Fest Jom Kippur. Synagogen dürfen dann unter Auflagen öffnen, ansonsten bleiben sie geschlossen.
Jan-Felix Jasch