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20200925131938

Moskau schickt Senioren wegen Corona wieder in die Selbstisolation

11:37
25.09.2020
Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen schickt Moskau Senioren und chronisch kranke Menschen wieder in die Selbstisolation. Von Montag an sollten sie ihre Wohnungen und Häuser nur im Ausnahmefall oder für kurze Spaziergänge verlassen, schrieb der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin am Freitag in einem Blogeintrag. Er rief zudem die Bewohner der Millionenmetropole zu mehr Disziplin und Verantwortung beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes auf. „Wir wollen nicht zu den Beschränkungen im Frühling zurückkehren.“ Damals gab es wochenlang einen strengen Lockdown für die geschätzt rund 15 Millionen Moskauer.

In Russland steigen die Corona-Zahlen seit einigen Tagen stark an. Am Freitag wurden offiziell mehr als 7200 neue Fälle gezählt, so viele wie seit Juni nicht mehr. Moskau ist seit Beginn der Corona-Krise der Hotspot in Russland. In der Hauptstadt gab es zuletzt mehr als 1500 Neuinfektionen; die Zahl hat sich seit der vergangenen Woche fast verdoppelt.

Jan-Felix Jasch

Corona-Ausbruch in Freikirche lässt Zahlen im Kreis Rotenburg steigen

11:10
25.09.2020
Gehäufte Corona-Infektionen im Umfeld einer Freikirche im Kreis Rotenburg haben zu Quarantäne-Maßnahmen auch an drei Kindergärten und vier Schulen mit rund 160 Betroffenen geführt. Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, gibt es derzeit 26 aktive Corona-Fälle, die mit der Christengemeinde in Westertimke in Zusammenhang stehen. Bis auf Weiteres seien der Gemeinde jegliche Zusammenkünfte untersagt worden.

Wie ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, gibt es in Freikirchen häufiger Infektionshäufungen, weil die Mitglieder in großen Familien zusammenlebten und untereinander engen Kontakt hätten. „Wir bekommen die Rückmeldung, dass es mit der Akzeptanz der Corona-Regeln nicht so weit her ist.“ Auf direkte Ansprache hin zeigten die Betroffenen sich aber einsichtig.

Jan-Felix Jasch

Polen verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

10:22
25.09.2020
Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Freitag verzeichneten die Behörden 1587 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, wie das Gesundheitsministerium in Warschau mitteilte. Der Schwerpunkt der nachgewiesenen Neuinfektionen lag mit 295 Fällen in der Region um Warschau, aber auch Kleinpolen im Süden des Landes (241) und Kujawien-Pommern im Norden (162) waren stark betroffen. Der bisherige Rekordwert von 1136 Neuinfektionen wurde einen Tag zuvor erfasst.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte, es gebe keine großen lokalen Epidemieherde. „Das ist ein Effekt unserer Rückkehr zur Normalität.“ Viele Ausbrüche seien auf private Feiern zurückzuführen, auch in Pflegeheimen nehme die Zahl der Infizierten zu. Es gebe die Überlegung, Besuche in diesen Heimen nicht mehr zuzulassen.

Jan-Felix Jasch