Statt der ursprünglich geplanten Großdemonstrationen zum Klimawandel mit 10 000 Menschen sollen am Freitag (14.00 Uhr) aus Gründen des Infektionsschutzes nur noch 2000 Fridays-for-Future-Anhänger in Hamburg demonstrieren dürfen. Das sieht eine Verfügung der Versammlungsbehörde vor, gegen die die Klimaschützer am Donnerstag einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht haben.
Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich erst am späten Donnerstagabend oder am frühen Freitagmorgen zu rechnen, sagte ein Gerichtssprecher. Und es bestehe dann auch noch die Möglichkeit für beide Parteien, das Oberverwaltungsgericht anzurufen.
Ursprünglich wollte Fridays for Future beim sechsten globalen Klimastreik in drei Demonstrationszügen zu einer 1,5 Kilometer langen Abschlusskundgebung auf der Ludwig-Erhard-Straße ziehen. Nun sind nur noch zwei Aufzüge mit jeweils maximal 1000 Teilnehmern zugelassen, die in räumlich getrennten Abschlusskundgebungen enden sollen.
Zudem haben die Behörden den Klimaschützern als Alternative für dem dritten Demozug eine Menschenkette mit höchstens 1000 Teilnehmern rund um die Binnenalster angeboten. „Das, was ihr gerade tut, ist unverhältnismäßig, unverantwortlich und bringt nur Chaos in die Situation“, kritisierte eine Fridays-for-Future-Aktivistin bei Twitter.
Michael Rabba