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Babbel kritisiert UEFA für Supercup vor Fans: „Schlechtes Zeichen“

19:11
24.09.2020
Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Markus Babbel hat die Austragung des europäischen Supercups zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest kritisiert. „Für mich ist es ein schlechtes Zeichen“, sagte der frühere Bayern-Profi am Donnerstagabend vor der Partie beim TV-Sender Sky in Richtung der UEFA. Das Spiel hätte unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Puskas-Arena ausgetragen werden sollen, meinte der 48-Jährige, der zuletzt als Trainer in Australien tätig war. Angesprochen auf die mehreren hundert Bayern-Fans, die trotz eindringlicher Warnungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach Ungarn angereist waren, sagte Babbel: „Es sind viele dabei, die das Virus nicht ganz so ernst nehmen. Die sind heiß auf Fußball.“ Bayern-Trainer Hansi Flick antwortete vor dem Anpfiff bei Sky auf die Frage, ob er als Fan nach Budapest gereist wäre: „Ich glaube, ich wäre nicht gefahren.“

Max Seidenfaden

Laschet: Nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen

18:56
24.09.2020
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen“, sagte der CDU-Politiker dem „Handelsblatt“ (Freitag).

Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse.

Max Seidenfaden

Hamburg begrenzt Teilnehmerzahl bei Fridays-for-future-Demo

18:29
24.09.2020
Statt der ursprünglich geplanten Großdemonstrationen zum Klimawandel mit 10 000 Menschen sollen am Freitag (14.00 Uhr) aus Gründen des Infektionsschutzes nur noch 2000 Fridays-for-Future-Anhänger in Hamburg demonstrieren dürfen. Das sieht eine Verfügung der Versammlungsbehörde vor, gegen die die Klimaschützer am Donnerstag einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht eingereicht haben.

Mit einer Entscheidung sei voraussichtlich erst am späten Donnerstagabend oder am frühen Freitagmorgen zu rechnen, sagte ein Gerichtssprecher. Und es bestehe dann auch noch die Möglichkeit für beide Parteien, das Oberverwaltungsgericht anzurufen.

Ursprünglich wollte Fridays for Future beim sechsten globalen Klimastreik in drei Demonstrationszügen zu einer 1,5 Kilometer langen Abschlusskundgebung auf der Ludwig-Erhard-Straße ziehen. Nun sind nur noch zwei Aufzüge mit jeweils maximal 1000 Teilnehmern zugelassen, die in räumlich getrennten Abschlusskundgebungen enden sollen.

Zudem haben die Behörden den Klimaschützern als Alternative für dem dritten Demozug eine Menschenkette mit höchstens 1000 Teilnehmern rund um die Binnenalster angeboten. „Das, was ihr gerade tut, ist unverhältnismäßig, unverantwortlich und bringt nur Chaos in die Situation“, kritisierte eine Fridays-for-Future-Aktivistin bei Twitter.

Michael Rabba