Letztes Update:
20200924165300

Studie: Mehrheit hofft auf klare Veränderungen nach Corona-Krise

06:23
24.09.2020
Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage bei vielen Menschen die Sehnsucht nach einem tiefgreifenden Wandel ausgelöst. So wünscht sich jeder zweite Deutsche (51 Prozent), dass sich das eigene Leben signifikant verändert und möchte nicht, dass alles wieder so wird wie vor der Pandemie, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Ipsos-Umfrage im Auftrag des Weltwirtschaftsforums ergab. Die andere Hälfte (49 Prozent) erhofft dagegen, schnellstmöglich wieder zum Vor-Corona-Zustand zurückkehren zu können.

Im weltweiten Vergleich ist in keinem anderen Land der Wunsch nach einer Rückkehr zur alten Normalität größer als in der Bundesrepublik. Lediglich in den Niederlanden (49 Prozent), Südkorea (44) und den USA (43) sehnen sich ähnlich viele Bürger nach ihrem "alten" Leben.

Am stärksten aufgeschlossen gegenüber persönlichen Veränderungen zeigen sich die Menschen in Mexiko (89 Prozent), Kolumbien (88), Peru (86), Russland und Indien (je 85 Prozent) oder Italien (76).

Fast neun von zehn Befragten (86 Prozent) stimmen weltweit im Wunsch nach einem Wandel zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt überein nach Bewältigung der Pandemie. Am meisten wollen das die Menschen in Russland und Kolumbien (je 94 Prozent), dicht gefolgt von Chile, Mexiko und Peru (je 93). Mit 78 Prozent gehört Deutschland neben den USA (79) und Südkorea (73) allerdings erneut zu den Ländern, in denen die Sehnsucht der Bürger nach einer Rückkehr zum Vor-Corona-Zustand besonders groß ist.

Patrick Reichelt

Michelle Obama über Corona-Zeit: „Kinder hatten uns irgendwann satt“

05:55
24.09.2020
Auch im Hause Obama war das Zusammenleben in Corona-Zeiten nicht immer entspannt. „Ich denke, unsere Kinder hatten uns irgendwann satt - was in Ordnung ist, weil wir sie auch satt hatten“, erzählte die frühere First Lady der USA, Michelle Obama (56), in der Talkshow mit Conan O'Brien.

Beide Töchter seien noch nicht an ihre Universitäten zurückgekehrt, sondern nähmen nach wie vor an Online-Vorlesungen teil, berichtete Obama in der Sendung, die am Mittwoch (Ortszeit) ausgestrahlt wurde. „Sie sind nicht gerade begeistert, noch länger bei uns zu bleiben.“

Ihre ältere Tochter Malia (22) besucht die Harvard University, die 19-jährige Natasha (meist Sasha genannt) begann 2019 ein Studium an der University of Michigan. „Zu Beginn der Pandemie haben wir uns alle gefreut, Zeit miteinander zu verbringen“, erzählte die ehemalige First Lady. „Tagsüber haben wir unsere eigenen Aufgaben erledigt, Sport gemacht, und abends zusammen Spiele gespielt.“

Jan-Felix Jasch

Lauterbach: Lockdown wie vor ein paar Monaten ist unwahrscheinlich

05:15
24.09.2020
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hält trotz steigender Corona-Zahlen in Deutschland einen Lockdown wie zu Beginn der Pandemie für unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit, noch einmal so einen Lockdown wie vor ein paar Monaten zu erleben, halte ich für gleich null“, sagte er dem Nachrichtenportal watson.de (Donnerstag). Die Bevölkerung werde größtenteils freiwillig tun, was notwendig sei, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden. „Da bin ich absolut sicher.“

Die breite Bevölkerung sei zu sehr alarmiert und sensibilisiert für das Thema, sagte Lauterbach. „Sie hat begriffen, wie gefährlich Covid-19 sein kann, welche Langzeitschäden nach der Krankheit drohen, und dementsprechend werden die Menschen bereit sein, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, um das Schlimmste zu verhindern.“

Jan-Felix Jasch