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Steinmeier: Dürfen Erreichtes gegen Corona-Pandemie nicht gefährden

12:21
22.09.2020
 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, die bisherigen Erfolge gegen die Corona-Pandemie nicht in Frage zu stellen. Es gebe sicherlich unterschiedliche Sichtweisen auf die Pandemie und die Maßnahmen, je nachdem ob man auf dem Land oder in der Stadt lebe, ob man Kinder habe oder nicht, ob der Arbeitsplatz gefährdet sei oder nicht, sagte der Bundespräsident am Dienstag in Berlin. Es gelte deshalb, eine Debatte über Corona-Maßnahmen zu führen, die die Meinung anderer ernst nehme und respektiere. Die eigene Kritik sei nicht die einzige Sicht der Dinge.

Steinmeier hatte mehrere Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion bei einer Kaffeetafel eingeladen, darunter auch Gegner oder Kritiker der Corona-Maßnahmen. Steinmeier verwies in der Debatte auf die hohe Zustimmung in der Bevölkerung zu den Maßnahmen hin. Diskussion müsse sein, aber sie dürfe nicht in Frage stellen, was Deutschland - im Vergleich auch zu seinen Nachbarn - erreicht habe. Zu der Möglichkeit einer zweiten Corona-Infektionswelle sagte Steinmeier, er hoffe, dass Deutschland Erfahrungen wie in Frankreich oder Spanien erspart bleiben.

Max Seidenfaden

Bundeswirtschaftsminister: Corona bleibt große Herausforderung

11:46
22.09.2020
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ist optimistisch, dass die vorrangig mittelständisch geprägte Wirtschaft in den neuen Bundesländern gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen wird. „Corona ist derzeit eine der größten Herausforderungen“, sagte Altmaier am Dienstag in Bad Saarow in Brandenburg auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum vor rund 120 Unternehmern und Managern mittelständischer Firmen aus den neuen Bundesländern.

Aus seiner Sicht bringt die Krise auch neue Ideen und Geschäftsmöglichkeiten hervor. „Es kann auch Neues entstehen, so Technologien, die mit Klima- und Umweltschutz zu tun haben“, betonte der Bundesminister. Niemand solle sein Geschäft nur aufgrund der Krise aufgeben müssen. Finanzielle Hilfen seien deshalb angeboten worden.

Max Seidenfaden

Verband: Corona-Impfstoff könnte 5 bis 15 Euro pro Dosis kosten

11:33
22.09.2020
Corona-Impfstoffe könnten nach Aussagen des Europäischen Pharmaverbands (EFPIA) pro Einheit zwischen 5 und 15 Euro kosten. Dies sei ein angemessener Preis pro Dosis, sagte die Vorsitzende der Verbandsgruppe Impfungen Europa, Sue Middleton, bei einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel. Genaue Preise seien in den bisher geschlossenen Vereinbarungen zwischen Impfstoff-Herstellern und der Europäischen Union aber nicht festgelegt worden.

Der Vizepräsident des Herstellers Sanofi, Thomas Triomphe, versicherte, dass es einen fairen und niedrigen Preis geben werde. Ein reduzierter Preis solle für Entwicklungsländer gelten. Wie viel genau eine Impfdosis kosten werde, könne man noch nicht sagen. Die Forschung sei noch nicht weit genug, um etwa die genaue Dosierung des Wirkstoffes zu kennen.

Max Seidenfaden