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20200916133555

Tschechien informiert per SMS über Corona-Testergebnisse

12:50
16.09.2020
Wer in Tschechien positiv auf das Coronavirus getestet wird, erhält das Ergebnis künftig umgehend per SMS oder E-Mail. „Die Patienten werden damit schneller wissen, woran sie sind“, teilte Gesundheitsminister Adam Vojtech am Mittwoch mit. Sie erhielten zudem Instruktionen, wie sie sich verhalten sollen, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Bisher waren nur negative Testergebnisse elektronisch übermittelt worden.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreichte unterdessen abermals einen Rekordwert. Am Dienstag kamen 1677 weitere Fälle hinzu, so viele wie an keinem anderen Tag seit Beginn der Pandemie, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten lag damit bei knapp 38 900. 476 Menschen starben nachweislich in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Die Regierung in Prag hat in den vergangenen Tagen immer wieder betont, dass die intensivmedizinischen Kapazitäten der Krankenhäuser angesichts der aktuellen Entwicklung ausreichend seien. Ministerpräsident Andrej Babis forderte „vor allem die Medien und einige Experten“ auf, „den Leuten keine Angst einzujagen“. Die deutsche Bundesregierung hatte vor einer Woche eine Reisewarnung für die Hauptstadtregion Prag ausgesprochen.

Patrick Reichelt

Land Niedersachsen unterstützt hoch verschuldete Kommunen in Corona-Krise

12:27
16.09.2020
Das Land Niedersachsen unterstützt in der Corona-Krise 25 besonders finanzschwache Kommunen mit insgesamt 60,71 Millionen Euro. Innenminister Boris Pistorius (SPD) sagte am Mittwoch in Hannover: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Belastungen treffen auch die öffentlichen Haushalte besonders stark.“ Deshalb sei es wichtig, die überdurchschnittlich hoch verschuldeten Kommunen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.

Das Geld fließt im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches über die Gewährung von sogenannten Bedarfszuweisungen. Überwiegend profitieren Städte und Gemeinden, die schon in den vergangenen Jahren bei den Bedarfszuweisungen berücksichtigt wurden.

Jeweils acht Millionen Euro erhalten der Landkreis Lüchow-Dannenberg sowie die Städte Celle und Salzgitter. Den geringsten Einzelbetrag, nämlich 310 000 Euro, bekommt die Samtgemeinde Lutter am Barenberge im Landkreis Goslar. Erstmals dabei ist die Samtgemeinde Dahlenburg (Landkreis Lüneburg), die 1,15 Millionen Euro erhält. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes müssen die niedersächsischen Kommunen mit einem Finanzierungsdefizit von 1,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres rechnen.

Patrick Reichelt