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WH: Deutsche Wirtschaft erholt sich von Corona-Einbruch

11:54
16.09.2020
Die deutsche Wirtschaft hat nach Ansicht des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einen erheblichen Teil des schweren Corona-Einbruchs vom Frühjahr wettgemacht. Dennoch dürfte die Wirtschaftsleistung (BIP) im laufenden Jahr stark schrumpfen, wie das IWH am Mittwoch in Halle mitteilte. Das Institut rechnet für 2020 mit einem Einbruch des BIP um 5,7 Prozent. Kommendes Jahr sei mit einer teilweisen Erholung um 3,2 Prozent zu rechnen.

„Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich stärker zurückgegangen als während der Finanzkrise im Winterhalbjahr 2008/2009“, sagte Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vizepräsident des IWH. Mittlerweile sei die Wirtschaft aber auf dem Weg in eine neue Normalität. Die Aktivität sei ab Mai kräftig gestiegen, wenngleich die Produktion immer noch deutlich niedriger liege als zu Jahresbeginn.

Auch am Arbeitsmarkt sei die Rezession angekommen: Die Zahl der Erwerbstätigen habe zwischen Februar und Juli um 1,5 Prozent abgenommen. „Nicht zuletzt wegen der automatischen Stabilisatoren und der expansiven finanzpolitischen Maßnahmen sind die verfügbaren Einkommen jedoch stabil geblieben, und der private Konsum wird in der zweiten Jahreshälfte stark zulegen.“ Die Produktionskapazitäten dürften jedoch bis ins Jahr 2022 unterausgelastet bleiben.

Patrick Reichelt

Geschäftsführer: BBL-Clubs können wenig zu Fan-Testphase beitragen

11:31
16.09.2020
Der Geschäftsführer der Basketball-Bundesliga, Stefan Holz, bewertet den Beschluss der Bundesländer zur Teil-Rückkehr von Zuschauern in die Hallen positiv. „Das ist ein erster Schritt zurück in eine Normalität unter Corona-Bedingungen“, sagte Holz der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die sechswöchige Testphase betreffe den Basketball allerdings nur bedingt. „Wir können da nur wenig beitragen, weil wir wenige Spiele haben“, sagte Holz. „Wir haben einige Pokalspiele im Oktober, der Ligabetrieb beginnt aber erst am 6. November und damit nach der Testphase.“

Eine Prognose, wie es zu Beginn der Saison in der höchsten deutschen Basketball-Spielklasse aussehen könnte, wollte Holz nicht abgeben. „Wie es nach der Testphase weitergeht, müssen wir abwarten. Erstmal muss diese wissenschaftlich begleitete Testphase funktionieren“, sagte er und bezeichnete den Test als „Vertrauensvorschuss“.

Die Basketball-Clubs sind genau wie die Vereine im Handball und Eishockey deutlich stärker von Zuschauereinnahmen abhängig als die großen Fußballclubs. Holz machte diesbezüglich klar: „Mit 20 Prozent Hallenauslastung verlieren die Vereine bei einem Heimspiel tendenziell Geld. Wir werten es als einen positiven Startpunkt. Als Dauerzustand wäre das schwierig.“

Patrick Reichelt