Letztes Update:
20200916112758

DFB: Auch Löw-Team soll vor Fans spielen

11:17
16.09.2020
Auch die nächsten Spiele der Fußball-Nationalmannschaft sollen möglichst wieder mit einem Teil der Fans ausgetragen werden. Eine entsprechende Lösung strebt der Deutsche Fußball-Bund an. Der DFB braucht für die Umsetzung aber auch Grünes Licht vom europäischen Verband UEFA. Derzeit werden alle kontinentalen Wettbewerbsspiele wegen der Corona-Pandemie ohne Fans ausgetragen. Die UEFA will das Supercup-Finale FC Bayern gegen FC Sevilla am 24. September in Budapest als Probelauf für die Rückkehr von Fans nutzen.

In Deutschland haben sich die Länder auf eine sechswöchige Testphase bei Fußballspielen geeinigt. Die Stadien sollen mit maximal 20 Prozent der jeweiligen Zuschauer-Kapazität ausgelastet werden. Der DFB sieht den Beschluss auch als Signal für die Länderspiele. Am 7. Oktober tritt das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Köln zu einem Testspiel gegen die Türkei an. Danach tritt das DFB-Team in der Nations-League-Partien am 10. Oktober in der Ukraine und am 13. Oktober wieder in Köln gegen die Schweiz an.

DFB-Präsident Fritz Keller hatte die teilweise Fan-Rückkehr in den Bundesliga-Stadien begrüßt: „Wir sind sehr dankbar. Dass sich alle Bundesländer geeinigt haben, ist ein gutes Zeichen. Mit 20 Prozent kann man anfangen.“ Die Entscheidung spiegele auch die Arbeit des Verbandes in den letzten Wochen wieder.

Patrick Reichelt

Mehr als 150 Verbände beantragen Coronavirus-Hilfen bei FIFA

10:55
16.09.2020
Sieben Wochen nach der Einrichtung eines Hilfsfonds zur Bewältigung der Folgen der Coronavirus-Pandemie haben bereits mehr als 150 Verbände finanzielle Unterstützung beim Fußball-Weltverband FIFA beantragt. Dazu gehören neben nationalen Verbänden auch vier Kontinentalverbände, sagte Olli Rehn, Vorsitzender des FIFA-Covid-19-Steuerungsausschusses, am Mittwoch in einer Videokonferenz. „Die Zahlungen sind den Mitgliedsverbänden zum Teil schon zugeleitet worden“, sagte der Finne.

Ende Juli hatte der Weltverband den Hilfsfonds mit einem Umfang von insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar (1,28 Milliarden Euro) aufgelegt für Zahlungen und Darlehen. Jeder der 211 Mitgliedsverbände kann bis zu 1,5 Millionen Dollar an Unterstützung beantragen. Davon sind 500 000 Dollar zweckgebunden für den Frauenfußball. Für Kontinentalverbände sind zwei Millionen Dollar vorgesehen. Das Geld stamme aus eigenen Quellen der FIFA, sagte Rehn.

Jeder Verband kann zudem maximal fünf Millionen Dollar an Darlehen beantragen. Diese Gelder können beispielsweise für die Wiederaufnahme von Wettbewerben und notwendige Corona-Maßnahmen, die Teilnahme von Nationalteams an Wettbewerben und Verwaltungskosten genutzt werden.

Nach Erhebungen der FIFA hat die Coronavirus-Pandemie den weltweiten Fußball bislang 14 Milliarden US-Dollar gekostet. „Das deckt die gesamte Fußball-Ökonomie ab ohne den internationalen Club-Fußball“, sagte Rehn. Eingeschlossen sind darin neben Verbänden zum Beispiel auch Jugendakademien. Rehn stellte klar, dass es den Fußball in Südamerika oder Afrika weit härter getroffen habe als in Europa.

Rehn bekräftigte, dass die Auszahlung und Verwendung der Gelder genau überwacht werden sollen. Es habe Beschwerden einiger Verbände über die strengen Compliance-Regeln gegeben, berichtete der Finne. „Korruption hat in der FIFA keinen Platz. Deswegen ist es unerlässlich, dass wir sicherstellen, dass der Fonds für die richtigen Zwecke genutzt wird“, betonte er.

Stefanie Heitmann