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DFL-Präsidium lässt in Ausnahmefällen Stehplätze zu

18:01
11.09.2020
Bei den Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga dürfen an den ersten sechs Spieltagen in Ausnahmefällen auch Stehplätze in den Fußball-Stadien besetzt werden. Eine entsprechende Ergänzung der Spielordnung während des corona-bedingten Sonderspielbetriebs hat das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Freitag vorgenommen. Der beschlossene Passus nehme Bezug auf die Entscheidung der DFL-Mitgliederversammlung von Anfang August, in der sich die Clubs mehrheitlich darauf verständigt hätten, ihre Heimspiele bis zum 31. Oktober freiwillig ohne Stehplatzbesucher durchzuführen.

Die vorgenommene Ergänzung sieht nun vor, dass Stehplätze besetzt werden dürfen, wenn die festgelegte zulässige maximale Zuschauerzahl nicht ohne Stehplätze erreicht werden kann. Damit sollen mögliche wirtschaftliche Nachteile für Vereine vermieden werden, die nicht ausreichend Sitzplätze haben, um die maximal erlaubte Zuschauerzahl ins Stadion zu lassen. Betroffen davon könnte unter anderem der 1. FC Union Berlin sein. Der Bundesligist hatte „mit Blick auf die infrastrukturellen Besonderheiten im Stadion An der Alten Försterei und die Vorgaben der lokal zuständigen Behörden ein entsprechendes Anliegen beim DFL-Präsidium hinterlegt“, teilte der Ligaverband mit.

Patrick Reichelt

Spanien meldet Rekordanstieg bei Corona-Infektionen

17:31
11.09.2020
In Spanien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Freitag auf den Rekordwert von 12 183 geklettert. Es handele sich um den höchsten Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie, schrieb die Zeitung „El País“. Das Gesundheitsministerium in Madrid teilte mit, es handele sich um 4708 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie nachgemeldete Fälle. In den vergangenen 14 Tagen seien insgesamt 112 364 Neuinfektionen registriert worden, also durchschnittlich gut 8000 pro Tag. Das Robert Koch-Institut hat Spanien schon seit längerem als Corona-Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das beliebte Urlaubsland.

Während die Infektionsfälle weiter stiegen, starben wesentlich weniger Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus als noch zur Hochzeit der Pandemie. Seit dem Vortag seien 48 Menschen mit Covid-19 gestorben, teilte das Ministerium mit. Die Zahl der Corona-Todesfälle in Spanien erhöhte sich damit auf insgesamt 29 747. Im April hatte es an manchen Tagen fast 1000 Corona-Todesfälle innerhalb von 24 Stunden gegeben.

Gesundheitsminister Salvador Illa betonte, die Zahl der Corona-Tests sei inzwischen mit teilweise bis zu 100 000 pro Tag fünf mal höher als im April. Bei 11,8 Prozent aller Getesteten sei das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. In Madrid, wo es derzeit die meisten Corona-Fälle gibt, lag dieser Wert sogar bei fast 20 Prozent.

Patrick Reichelt