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Umfrage: Berufseinsteiger trotz Corona optimistisch

20:00
09.09.2020
 Auch in der Corona-Krise haben viele Berufsanfänger einer Umfrage zufolge keine Angst vor Arbeitslosigkeit. Demnach fürchten lediglich zehn Prozent, in den nächsten Jahren keinen Job zu finden. Allerdings sind viele offenbar knapp bei Kasse: Nur 16 Prozent sind zufrieden mit ihrer finanziellen Situation. Das hat die repräsentative Befragung von 1043 Berufseinsteigern durch das Meinungsforschungsinstitut Yougov ergeben. Auftraggeber war der Finanzdienstleister Tecis in Hamburg.

Gleichzeitig sagte nur ein gutes Drittel (34 Prozent), dass ihnen ein hohes Gehalt wichtig sei. Größere Bedeutung haben demnach ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit (48 Prozent) sowie nette Kolleginnen und Kollegen (47 Prozent). Als Berufseinsteiger zählen in der Umfrage junge Menschen kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung oder mit maximal zwei Jahren Berufserfahrung.

Max Seidenfaden

Teilnehmer erkrankt: AstraZeneca stoppt Test von Corona-Impfstoff

19:54
09.09.2020
Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen vielversprechenden Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt. Bei einem Teilnehmer waren gesundheitliche Probleme aufgetreten. Das sei eine Routinemaßnahme für solche Fälle, teilte das britisch-schwedische Unternehmen am Mittwoch mit. „In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen.“

Das Mittel zählt bisher zu den aussichtsreichen Kandidaten unter den potenziellen Corona-Impfstoffen. Viele Länder, auch Deutschland, haben mit dem Konzern Verträge über insgesamt Milliarden Dosen abgeschlossen. Während des Stopps sollen nun vorerst keine weiteren Probanden geimpft und bisher geimpfte Personen weiter beobachtet werden. AstraZeneca werde die Untersuchung des Falls beschleunigen, damit sich das Zulassungsverfahren für den Impfstoff so wenig wie möglich verzögere, hieß es vom Unternehmen.

Ein solcher vorläufiger Studienstopp sei „nicht ungewöhnlich“, sagte der US-Immunologe Anthony Fauci, der auch als Berater der US-Regierung tätig ist, dem TV-Sender CBS. „Das ist eines dieser Sicherheitsventile, die man bei klinischen Studien wie dieser hat.“ Stephan Becker, Direktor des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg, lobte, das transparente Vorgehen sei ein Zeichen der funktionierenden Qualitätskontrolle.

Bei der Überprüfung des Falls geht es nun darum festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme des Studienteilnehmers vom Impfstoff ausgelöst wurden. AstraZeneca machte keine Angaben zu der Erkrankung. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf eine informierte Person, dass es sich um eine Transverse Myelitis handele. Diese sehr seltene Erkrankung entwickelt sich häufig in Zusammenhang mit Infektionen. Der AstraZeneca-Wirkstoff AZD1222 beruht auf der abgeschwächten Version eines Erkältungsvirus von Schimpansen.