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Berlusconi: Höllische Krankheit

19:43
09.09.2020
Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die „höllische Krankheit“ berichtet. „Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin“, sagte Berlusconi am Dienstagabend laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. „Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen.“

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen einer Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Am Mittwoch nahm Berlusconi erneut an einer Telefonschalte seiner Partei teil. „Es ist die schlimmste Erfahrung meines Lebens“, sagte er laut der Nachrichtenagentur Ansa seinen Parteikollegen über die Covid-19-Erkrankung. „Es ist ein entsetzliches Virus, das ich niemandem wünsche. Seid vorsichtig und tragt Masken.“ Es gehe ihm nach „schwierigen Tagen“ inzwischen erstmals wieder besser.

Seit einigen Tagen ist der Politiker und Unternehmer, der wegen seines Alters und einiger Vorerkrankungen als Risikopatient gilt, auf dem Weg der Besserung. „Ich denke, dass uns jede Stunde, die vergeht, näher ans positive Resultat einer Genesung bringt“, sagte Berlusconis Arzt Professor Alberto Zangrillo am Dienstagabend im TV-Sender Rai.

Allerdings sei Covid-19 eine „tückische Krankheit“, bei der man nicht vorschnell denken dürfe, man habe sie besiegt, warnte Zangrillo. Bei Berlusconi zeige die Behandlung im Krankenhaus jedoch Erfolge. „Seine Krankheit hat den erhofften Verlauf genommen, er reagiert sehr gut auf die Therapien“, sagte der Mediziner.

Steuerschätzer veröffentlichen Prognose für 2021

19:31
09.09.2020
Bund, Länder und Kommunen müssen wegen der Corona-Pandemie mit deutlich weniger Steuergeld auskommen. Wie groß die Einbußen in diesem und dem kommenden Jahr sind, sagen am Donnerstag (15.00 Uhr) die Steuerschätzer voraus. Der Arbeitskreis kommt wegen der Pandemie zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Zu diesem Schritt hatte sich die Bundesregierung nach der Mai-Steuerschätzung entschlossen, weil sich die Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft damals nur vage absehen ließen. Die Steuerschätzung ist eine wichtige Grundlage für den Bundeshaushalt 2021, den Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am 23. September dem Kabinett vorlegen will.

Im ersten Halbjahr 2020 hinterließ die Corona-Krise bereits deutliche Spuren in den Staatshaushalten: Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen gaben vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge 51,6 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Grund waren höhere Ausgaben für Soforthilfen bei zugleich gesunkenen Steuereinnahmen.