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Bremer Schuldenuhr zeigt rasanten Zuwachs der Schulden

13:17
08.09.2020
Die Bremer Schuldenuhr bewegt sich seit Dienstag in großen Schritten vorwärts. Pro Sekunde kommen im kleinsten Bundesland 57,80 Euro an Staatsschulden dazu, wie der Bremer Vorstand des Bundes der Steuerzahler mitteilte. So groß war die Summe pro Sekunde demnach noch nie.

Grund für den schnellen Anstieg ist die Haushaltsplanung, die wegen der Corona-Pandemie für das laufende Jahr eine Neuverschuldung von insgesamt 1,822 Milliarden Euro vorsieht. „Bis zum Jahresende steigen die Schulden der Freien Hansestadt Bremen damit auf insgesamt 22,6 Milliarden Euro“, hieß es nach Umstellung der Schuldenuhr im Beisein von Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne). Die Uhr lief im vergangenen Jahr erstmals seit ihrer Inbetriebnahme im Mai 2006 rückwärts, weil viele Schulden getilgt werden konnten.

Mit der Uhr visualisiert der Bund der Steuerzahler den Schuldenstand Deutschlands und der Bundesländer. Dabei werden die für das Jahr 2020 zu erwartenden Nettoneukredite gemäß den Haushaltsplanungen so zusammengefasst, als würden sie in gleichen Raten aufgenommen.

Auch in Niedersachsen wachsen die Schulden derzeit schnell. Zum Jahresende werde sich der Schuldenberg auf 69,93 Milliarden Euro erhöhen, ein Plus von 8,79 Milliarden Euro im Vergleich zum Jahresbeginn, teilte der Bund der Steuerzahler im August mit. In den vergangenen Jahren war die Uhr in Niedersachsen wegen Schuldenabbaus mehrfach zurückgedreht worden.

Patricia Friedek

Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

12:53
08.09.2020
Gegner der Corona-Maßnahmen haben für den 20. September eine Demonstration in Düsseldorf mit fast 50 000 Teilnehmern angemeldet. Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag die Anmeldung. Man wolle nun Gespräche mit den Veranstaltern führen.

Dass es sich beim Anmelder um die Gruppe „Querdenken 711“ handelt, die auch zur Demo in Berlin am vorvergangene Wochenende aufgerufen hatte, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

Patricia Friedek

Frankfurter Buchmesse ohne Hallenausstellung

12:44
08.09.2020
Der Hauptteil der Frankfurter Buchmesse, die klassische Hallenausstellung, fällt aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. „Aufgrund der aktuell geltenden Reisebeschränkungen können zahlreiche Länderstände nicht wie geplant umgesetzt werden“, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Zudem mache die ab 1. Oktober 2020 in Kraft tretende Quarantäneverordnung die Teilnahme von europäischen Ausstellern oder Fachbesuchern nahezu unmöglich. Bereits im Vorfeld hatten zahlreiche Verlage angekündigt, auf einen Auftritt in diesem Jahr zu verzichten. Somit hätte es nur eine deutlich kleinere Hallenausstellung gegeben.

Buchmessen-Direktor Juergen Boos sprach vor allem von einem „ideellen und finanziellen“ Verlust. Für die Verlage solle es nun eine digitale Rechtehandelsplattform geben, als Ersatz für das traditionelle Messegeschäft. „Unser Fokus liegt jetzt auf dem virtuellen Angebot und den Veranstaltungen in der Festhalle und in der Stadt“, sagte er.

Die Verleihungen des Deutschen Buchpreises (12. Oktober) und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (18. Oktober) sollen wie geplant stattfinden. Hinzu kommen Leseveranstaltungen vor Ort und im Netz. Bei der Buchmessennacht (16. Oktober) werden unter anderem Jan Böhmermann (virtuell), Bas Kast, Susanne Fröhlich, Elke Heidenreich, Alexa Hennig von Lange, Richard David Precht und Jan Weiler erwartet. Nach aktuellem Stand können etwa 450 Besucher in der Festhalle dabei sein.

Patricia Friedek