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Städtetag: Lückenlose Kontrolle der Quarantänepflicht unmöglich

17:20
29.08.2020
Die Städte wollen nach Angaben ihres Verbands mit Schwerpunktkontrollen öffentlichkeitswirksam auf die Einhaltung der Corona-Regeln drängen. „Klar ist aber auch: Kontrollen allein reichen nicht. Wir müssen vor allem auf Einsicht und gegenseitige Rücksichtnahme der Menschen setzen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, der „Passauer Neuen Presse“ (Samstag) weiter. „Eine lückenlose Kontrolle bei Verstößen gegen die Regeln ist nicht möglich.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten bei ihrer Videokonferenz zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie am Donnerstag vereinbart: „Insbesondere die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten öffentlichen Bereichen gilt verbindlich und muss entsprechend von den Ordnungsbehörden konsequent kontrolliert und sanktioniert werden. Die Länder werden das Mindestregelbußgeld für Verstöße gegen die Maskenpflicht auf mindestens 50 Euro festlegen.“

In der Corona-Krise greifen die Verbraucher öfter zu Tiefkühl-Pommes

16:55
29.08.2020
In der Corona-Krise haben die Verbraucher in Deutschland deutlich mehr Tiefkühl-Pommes-Frites gekauft als vor der Pandemie. Auch die Nachfrage nach anderen Kartoffelprodukten aus der Tiefkühltruhe stieg deutlich. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Danach kauften die Bundesbürger im ersten Halbjahr im Lebensmitteleinzelhandel und in den Drogeriemärkten insgesamt 168 Millionen Packungen Pommes, Röstis, Kroketten und Co.. Das bedeutet nach Angaben der Marktforscher eine Steigerung um rund 18 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Bei Kartoffelprodukten aus der Tiefkühltruhe beobachten wir einen deutlichen Corona-Effekt“, berichtete Nielsen-Handelsexpertin Silke Schmitt. Viele Bundesbürger hätten sich in der Krise mit Pommes und Co. bevorratet.

Polizei: Mehrere zehntausend Menschen demonstrieren an Siegessäule

13:46
29.08.2020
Nach Auflösung der ersten Demonstration in Berlin-Mitte haben sich am Samstagnachmittag viele tausend Menschen aus Protest gegen die Corona-Politik an der Siegessäule und an der Straße des 17. Juni versammelt. Polizeisprecher Thilo Cablitz sprach von mehreren zehntausend Teilnehmern.

Die rund zwei Kilometer lange Strecke war mit Demonstranten gut gefüllt. An der Straße des 17. Juni sollte es ab am Nachmittag eine Kundgebung geben.

Die Polizei rief die Menschen auf, nicht weiter hinzuzuströmen. Bei Twitter schrieb sie: „Wir stellen fest, dass bei der Demo auf der Straße des 17. Juni die Abstände nicht ausreichend eingehalten werden. Wir fragen derzeit den Versammlungsleiter, ob er unter diesen Umständen seine Versammlung überhaupt beginnen möchte und raten vom weiteren Zuströmen ab.“

Max Seidenfaden