Das „Corona-Semester“ nicht auf die Regelstudienzeit anrechnen und mehr finanzielle Unterstützung - dafür haben am Freitag nach Polizeiangaben rund 75 Studentinnen und Studentinnen in Hannover demonstriert. Sie warfen Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) vor, nicht auf die Nöte von Studenten reagiert zu haben.
„Der Ernst der Lage für viele StudentInnen, deren Lebensläufe zerbrechen, die ihre Jobs verloren haben oder eine extra Belastung im vergangenen Sommersemester durchstehen mussten, ist bei Herrn Thümler nicht angekommen“, erklärten die Veranstalter. Zudem forderten sie, das Bafög für alle Studenten in Not zu öffnen.
Unterstützung bekamen die Demonstranten von Grünen und FDP. Das Sommersemester dürfe nicht angerechnet werden, sagte die hochschulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Eva Viehoff. „Dieses Semester hat für viele Studierende real nicht stattgefunden.“ Es habe gravierende Auswirkungen für junge Menschen, wenn sie die Regelstudienzeit überschritten. Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit sei es höchste Zeit, das elternunabhängige Bafög für alle Studierenden einzuführen, forderte die hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Susanne Schütz.