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20200825132655

Prostitution bleibt in Hamburg wegen Corona-Pandemie verboten

13:11
25.08.2020
Prostitution bleibt in Hamburg wegen der Corona-Pandemie weiterhin verboten. „Bei weiterhin stabiler Lage im gesamten norddeutschen Raum kommen wir vor dem neuen Änderungszeitraum (bis Ende November) mit Sicherheit zu einer Regel, aber im Moment eben noch nicht“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung neuer Corona-Regeln. Vor allem die Gruppe „Sexy Aufstand Reeperbahn“ hatte zuvor unter dem Motto „lieber legal und kontrolliert, als illegal und unkontrolliert“ eine Öffnung der Bordelle zum 1. September gefordert. Die Bordelle der Stadt sind seit Mitte März geschlossen.

Der Senat habe sich sehr intensiv mit dem Thema befasst, sagte Leonhard. In den Blick genommen worden seien vor allem die gemeldeten und gestatteten Prostitutionsstätten. „Man muss aber sagen, dass wir auch angesichts der Diskussionen, die auf Bundesebene laufen die gegenwärtige Infektionslage gerne noch eine Weile beobachten wollen, bevor wir hier zu einer Öffnung kommen“, sagte die Senatorin. Außerdem wolle Hamburg erst mit den Nachbarbundesländern zu einer einheitlichen Regelung zu kommen, „damit wir keine Ausweichbewegungen nach Schleswig-Holstein oder Niedersachsen bekommen“.

Max Seidenfaden

Stadt München beschließt Alkoholverbot bei steigenden Corona-Zahlen

12:52
25.08.2020
Die Stadt München hat ein Alkoholverbot für den öffentlichen Raum bei steigenden Corona-Zahlen beschlossen. Die Regelung soll in Abhängigkeit der Anzahl an Neuinfektionen gelten. Sollte die Zahl der neu mit Corona Infizierten pro 100 000 Einwohner über einen Zeitraum von sieben Tagen auf 35 steigen, sei der Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr verboten, teilte die Stadt am Dienstag mit. Zudem sei der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr dann nicht mehr erlaubt.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag in der Landeshauptstadt am Montag bei 30,92. Die Zahlen waren zuletzt stetig gestiegen. „Es geht aber in Zeiten der Pandemie zuallererst um den Schutz der Bevölkerung und darum, noch wesentlich belastendere Maßnahmen möglichst zu vermeiden“, teilte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte schon vor Wochen die Kommunen aufgefordert, den Erlass von Alkoholverboten im öffentlichen Raum zu prüfen.

Max Seidenfaden

Corona-Hotspot Bad Feilnbach: Nicht einmal jeder Zehnte war infiziert

12:13
25.08.2020
Auch an sogenannten Corona-Hotspots hat sich bisher der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht mit dem Virus infiziert. Im oberbayerischen Bad Feilnbach hatten 6,0 Prozent der Erwachsenen Antikörper gegen das Sars-CoV-2-Virus und demnach eine Infektion durchgemacht, wie eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) ergab. Die Tests mit 2153 Erwachsenen vom 23. Juni bis 4. Juli ergaben somit 2,6-mal mehr Infektionen als bisher bekannt. Der Großteil der Bevölkerung habe damit die Infektion nicht durchgemacht, sagte Studienleiterin Claudia Santos-Hövener.

Bad Feilnbach im Landkreis Rosenheim war die zweite stark von Corona betroffene Kommune nach Kupferzell in Baden-Württemberg, in der das RKI Einwohner auf das Virus testete. In Kupferzell waren bei 7,7 Prozent der Getesteten Antikörper gefunden worden. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen allerdings häufig keine Antikörper nachweisbar sind, lag dort der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, wohl merklich höher bei gut 10 Prozent. Auch in Bad Feilnbach liegt aus diesem Grund der geschätzte prozentuale Anteil der Infizierten höher bei hochgerechnet 8,6 Prozent, wie Santos-Hövener sagte.

Max Seidenfaden