Prostitution bleibt in Hamburg wegen der Corona-Pandemie weiterhin verboten. „Bei weiterhin stabiler Lage im gesamten norddeutschen Raum kommen wir vor dem neuen Änderungszeitraum (bis Ende November) mit Sicherheit zu einer Regel, aber im Moment eben noch nicht“, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung neuer Corona-Regeln. Vor allem die Gruppe „Sexy Aufstand Reeperbahn“ hatte zuvor unter dem Motto „lieber legal und kontrolliert, als illegal und unkontrolliert“ eine Öffnung der Bordelle zum 1. September gefordert. Die Bordelle der Stadt sind seit Mitte März geschlossen.
Der Senat habe sich sehr intensiv mit dem Thema befasst, sagte Leonhard. In den Blick genommen worden seien vor allem die gemeldeten und gestatteten Prostitutionsstätten. „Man muss aber sagen, dass wir auch angesichts der Diskussionen, die auf Bundesebene laufen die gegenwärtige Infektionslage gerne noch eine Weile beobachten wollen, bevor wir hier zu einer Öffnung kommen“, sagte die Senatorin. Außerdem wolle Hamburg erst mit den Nachbarbundesländern zu einer einheitlichen Regelung zu kommen, „damit wir keine Ausweichbewegungen nach Schleswig-Holstein oder Niedersachsen bekommen“.