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Spahn hält schärfere Maskenregeln am Arbeitsplatz für nicht nötig

11:50
25.08.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält eine Verschärfung der Maskenregeln am Arbeitsplatz für nicht notwendig. „Ich halte die bestehenden Regelungen für ausreichend“, sagte Spahn der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Düsseldorf. Es gebe Corona-Empfehlungen für den Arbeitsschutz, die jeweils auf die konkrete Situation im jeweiligen Betrieb angepasst würden. „Die steigenden Infektionszahlen haben ja nicht damit zu tun, dass sich vermehrt Menschen auf der Arbeit oder beim Einkaufen anstecken“, betonte der Minister. Zuvor hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer eine allgemeine Maskenpflicht am Arbeitsplatz ins Spiel gebracht.

Spahn nahm in Düsseldorf an einer gemeinsamen Sitzung der CDU-Landtagsfraktion mit der NRW-Landesgruppe im Bundestag teil. Am Donnerstag wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie beraten.

Dabei geht es auch um mögliche einheitliche Teilnehmer-Obergrenzen für Veranstaltungen. Es gebe unterschiedliche Lagen in den Ländern, sagte Spahn in Düsseldorf. In vielen ostdeutschen Ländern seien die Infektionszahlen deutlich niedriger als in NRW, etwa im Ruhrgebiet. „Ich verstehe es schon, dass man es der Lage angepasst machen möchte“, sagte der Minister. „Aber ich finde auch, es sollte Kriterien geben, dass wenn in einem Landkreis oder einer Stadt bestimmte Infektionszahlen erreicht werden, bestimmte größere, auch private Veranstaltungen nicht mehr gehen“, betonte er. „Das Virus breitet sich halt da besonders schnell aus, wo wir gesellig sind.“

Spahn verteidigte zugleich die Pläne zum Wegfall der kostenlosen Corona-Tests für Urlauber und der Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Es sei richtig gewesen, mit dem steigenden Reiseverkehr in den Sommerferien die Tests auszuweiten und eine Testpflicht für Risikogebiete einzuführen. Dadurch seien nachweisbar mehr Infektionen entdeckt worden, etwa bei Rückreisen aus dem Westbalkan, der Türkei oder Spanien.

Richtig sei es aber auch, zum Herbst und Winter hin „die Testkapazitäten wieder stärker auf das Gesundheitswesen auszurichten“, sagte Spahn. „Infizieren sich momentan bei den Reisen und Partys eher die Jüngeren, gilt es nun, den Eintrag in Krankenhäuser und Pflegeheime zu minimieren, um die besonders Verwundbaren und Hochbetagten zu schützen.“

Stefanie Heitmann

Hamburg öffnet Regeln für Mannschaftssport - Amateurfußball möglich

11:27
25.08.2020
Der Hamburger Senat hat den Weg frei gemacht für den Spielbetrieb von Mannschaftssportarten. Nach der neuen Allgemeinverfügung dürfen bis zu 30 aktive Sportlerinnen oder Sportler an einem Mannschaftsspiel teilnehmen, teilte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg mit. Trainer, Betreuer und Begleiter könnten zusätzlich unter Einhaltung der Abstandsregeln am Spielfeldrand dabei sein.

Bislang lag die Höchstzahl bei zehn Personen. Betroffen ist damit auch der große Bereich des Amateurfußballs. Hamburg und Schleswig-Holstein waren die letzten beiden Bundesländer, in denen Amateur-Fußballvereine nicht gegeneinander antreten konnten, mit geringen Ausnahmen. Hamburg passt sich damit an die Regelungen der Nachbarländer an. Die Lockerung sei angesichts des Infektionsgeschehens möglich und auch geboten, um den Spielbetrieb zu ermöglichen, sagte Leonhard. So könnten Hamburger Mannschaften wieder auf die Teams aus anderen Bundesländern treffen. 
Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Senat hat den Weg frei gemacht für den Spielbetrieb von Mannschaftssportarten. Nach der neuen Allgemeinverfügung dürfen bis zu 30 aktive Sportlerinnen oder Sportler an einem Mannschaftsspiel teilnehmen, teilte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Dienstag nach einer Senatssitzung in Hamburg mit. Trainer, Betreuer und Begleiter könnten zusätzlich unter Einhaltung der Abstandsregeln am Spielfeldrand dabei sein.

Bislang lag die Höchstzahl bei zehn Personen. Betroffen ist damit auch der große Bereich des Amateurfußballs. Hamburg und Schleswig-Holstein waren die letzten beiden Bundesländer, in denen Amateur-Fußballvereine nicht gegeneinander antreten konnten, mit geringen Ausnahmen. Hamburg passt sich damit an die Regelungen der Nachbarländer an. Die Lockerung sei angesichts des Infektionsgeschehens möglich und auch geboten, um den Spielbetrieb zu ermöglichen, sagte Leonhard. So könnten Hamburger Mannschaften wieder auf die Teams aus anderen Bundesländern treffen. 

Stefanie Heitmann