Letztes Update:
20200809150355

Demo gegen Corona-Maßnahmen in Dortmund

13:41
09.08.2020
In der Dortmunder Innenstadt haben sich am Sonntag Demonstranten gegen die staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen versammelt. Nach Polizeiangaben waren es rund 1500 Personen. Die Polizei rief die Menschen auf, die Abstandsregeln zum Infektionsschutz einzuhalten. Der geplante Beginn der Kundgebung verzögerte sich zunächst. Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete. Viele suchten zunächst im Schatten Schutz vor der Sonne, so dass der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht überall eingehalten wurde. Die Organisation „Querdenken-231“ hatte die Veranstaltung angemeldet.

Am Samstag hatten sich in Stuttgart einige Hundert Menschen zu einer „Querdenken“-Demo gegen die Corona-Einschränkungen versammelt. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die staatlichen Auflagen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert. Weil viele von ihnen weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf.

Jan-Felix Jasch

Debatte um Zuschauerrückkehr hält an: Gesundheitsminister beraten

12:54
09.08.2020
Die Debatte um das Für und Wider einer Zuschauerrückkehr in die Bundesliga-Stadien zur neuen Saison hält an. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga für einen erst reduzierten Wiedereinzug der Fans ohne Besetzung der Stehplätze, Alkohol und Gästefans sowie mit personalisierten Tickets hat viel Anerkennung bekommen. Zugleich gibt es angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen weiter Kritik und Zweifel aus Bund, Ländern und Wissenschaft. Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag über die geplanten DFL-Maßnahmen beraten.

Vor dem Treffen hat der Ärzteverband Marburger Bund Bedenken gegen eine Zuschauer-Teilzulassung auch mit Corona-Schutzauflagen geäußert. „Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie Fußballfans mit zwei Metern Abstand ein Tor ihrer Mannschaft bejubeln“, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn Fans im Stadion sind, dann wollen sie auch zusammen sein und gemeinsam feiern, was menschlich nachvollziehbar ist“, sagte die Ärztin und Hygienespezialistin. „Insofern bin ich da eher kritisch.“

Jan-Felix Jasch

Johnson erklärt Öffnung aller Schulen zur „nationalen Priorität“

12:10
09.08.2020
Der britische Premierminister Boris Johnson hat die Rückkehr aller Schüler zum Unterricht im September zur „nationalen Priorität“ erklärt. „Die Schulen nur einen Augenblick länger geschlossen zu lassen als unbedingt notwendig, ist sozial untragbar, wirtschaftlich nicht aufrechtzuerhalten und moralisch nicht zu vertreten“, schrieb Johnson in einem Gastbeitrag in der „Mail on Sunday“.

Die Sommerferien in England gehen Anfang September zu Ende. Dann sollen alle Jahrgangsstufen wieder unterrichtet werden. Medien berichteten unter Berufung auf eine ungenannte Regierungsquelle, Johnson wolle im Falle eines starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionen eher erneut Läden, Kneipen und Restaurants schließen lassen als Schulen. In Schottland sollen bereits Mitte August alle Schüler wieder Unterricht haben.

Jan-Felix Jasch