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20200807135253

Hohe US-Arbeitslosenquote sinkt im Juli moderat

12:47
07.08.2020
Die Erholung am US-Arbeitsmarkt setzt sich inmitten der Corona-Pandemie leicht gebremst fort. Die Arbeitslosenquote fiel im Juli von 11,1 im Vormonat auf 10,2 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Experten sehen die stockende Entwicklung als Folge der jüngsten Zunahme der Corona-Neuinfektionen in vielen Landesteilen.

Wegen der Pandemie war die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten im April zunächst auf mehr als 14 Prozent geklettert - in den zwei Folgemonaten dann wieder gesunken. Vor der Krise hatte die Quote noch bei 3,5 Prozent gelegen.

Trotz der leichten Erholung in der größten Volkswirtschaft der Welt ist die Lage am US-Arbeitsmarkt weiterhin sehr angespannt. In der Woche bis einschließlich 1. August etwa stellten rund 1,2 Millionen Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe, wie Daten vom Donnerstag zeigten. Auch in den Vorwochen lag die Zahl der Neuanträge deutlich über einer Million.

Jan-Felix Jasch

Existenzbedrohte Sportvereine können Corona-Hilfen beantragen

11:35
07.08.2020
Sportvereine in Niedersachsen, die durch die Corona-Pandemie in Existenznot geraten sind, können Hilfe aus einem sieben Millionen Euro umfassenden Fonds des Landes beantragen. Für gemeinnützige Sportorganisationen gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 70 Prozent des aufgelaufenen Minus' mit einer maximalen Höhe von 50 000 Euro, teilte das Innen- und Sportministerium in Hannover am Freitag mit.

Voraussetzung ist, dass die Liquiditätsengpässe die Existenz bedrohen. Eine allgemeine Kompensation entgangener Einnahmen ist aber nicht vorgesehen. Die Hilfen können von Montag an online über den Landessportbund beantragt werden.

„Wir sind sehr froh über die zusätzlichen öffentlichen Mittel für die Sportorganisation zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie“, sagte der Präsident des Landessportbundes, Wolf-Rüdiger Umbach. „Auch wenn bislang viele Vereinsmitglieder in großer Solidarität ihren Vereinen in den vergangenen Monaten treu geblieben sind, wissen wir aus zwei Vereinsbefragungen, dass viele Sportvereine in eine existenzbedrohliche Lage kommen.“ Das Land hatte die Finanzhilfe im zweiten Nachtragshaushalt beschlossen.

„Sportvereine sind wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, sagte Innen- und Sportminister Boris Pistorius (SPD). „Gerade in diesen schweren Zeiten helfen Sport und der Zusammenhalt im Verein vielen Menschen dabei, einen Weg durch die Krise zu finden.“

Stefanie Heitmann

Größere Demo in Dortmund gegen Corona-Beschränkungen

11:19
07.08.2020
Die Polizei in Dortmund rüstet sich für eine größere Demonstration gegen die staatlichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Organisation „Querdenken-231“ habe die Veranstaltung unter dem Motto „Festival für Frieden & Freiheit - Wahrung unserer Grundrechte“ für Sonntag angemeldet, berichtete die Polizei am Freitag. Es würden rund 1500 Teilnehmer in der Innenstadt erwartet. Es sei noch nicht ganz klar, „was für ein Publikum da zusammenkommt“, sagte eine Sprecherin.

Für den Polizeieinsatz werde der Infektionsschutz gerade in Zeiten der aktuell bundesweit steigenden Ansteckungszahlen „eine herausragende Rolle spielen“, betonte Einsatzleiter Udo Tönjann. Wenn Hygiene- oder Abstandsregelungen missachtet würden, „werden wir entschlossen und konsequent einschreiten“.

Am vergangenen Wochenende hatten in Berlin Tausende gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Weil viele Demonstranten weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, löste die Polizei die Kundgebung auf. Zu der Demo unter dem Motto „Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit“ hatte die Initiative „Querdenken 711“ aufgerufen. Die Verstöße der Teilnehmer gegen die Corona-Auflagen waren heftig kritisiert worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte von „Verantwortungslosigkeit“ gesprochen.

Zwei Veranstaltungen gegen staatliche Corona-Auflagen sind am Samstag auch in Stuttgart geplant. Zu einer Demonstration und einer Kundgebung wurden je 500 Teilnehmer bei der Stadt angemeldet.

Stefanie Heitmann