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20200807111900

Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen fest

10:40
07.08.2020
Niedersachsen hält vorerst am Schulstart mit vollen Klassen im eingeschränkten Regelbetrieb fest, beobachtet aber mit Sorgfalt und Vorsicht die steigenden Infektionszahlen. Aktuell gebe es keine Veranlassung für eine Anpassung der angekündigten Strategie, teilte Kultusstaatssekretärin Gaby Willamowius am Freitag in Hannover mit. Mitte kommender Woche, zwei Wochen vor Ferienende, werde die Lage erneut neu bewertet. Neben dem Szenario A eines eingeschränkten Regelbetriebs hat das Ministerium auch Vorkehrungen für ein Szenario B mit einer Kombination aus Präsenzunterricht und Lernen zu Hause vorgesehen, wie vor den Ferien, sowie ein Szenario C mit lokalen oder landesweiten Schulschließungen.

Den Schulleitungen und Lehrkräften stellte das Kultusministerium und das Landesgesundheitsamt einen aktuellen Rahmen-Hygieneplan zur Verfügung, der unter anderem eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts in beengten Bereichen wie etwa den Gängen vorschreibt. Klargestellt wird auch, dass Schüler und Lehrkräfte bei einem banalen Schnupfen oder Husten zur Schule kommen müssen und nur bei einer eindeutigen Erkrankung mit Fieber zu Hause bleiben. Das angestrebte Szenario A sieht einen Unterricht zwar mit kompletten Klassen, aber in festen Lerngruppen, zumeist der Klassenverband vor. Im Fall von Infektionen lassen sich Kontakte und Verbreitungswege so leichter nachverfolgen.

Der Rahmen-Hygieneplan verbietet es Eltern in aller Regel, ihre Kinder in das Schulgebäude zu begleiten und regelt auch, wie mit Kindern umzugehen ist, die während des laufenden Unterrichts erkranken. Für die Schülerinnen und Schüler gibt es ebenfalls detaillierte Regeln zur persönlichen Hygiene, um gesund zu bleiben. Verboten bleiben Umarmungen, Bussi-Bussi und die Ghetto-Faust, schreibt der Plan vor.

Stefanie Heitmann

Hamburger Senatorin fordert eine Woche Quarantäne für Rückkehrer

10:40
07.08.2020
Die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat sich für neue Testvorschriften für Rückkehrer aus Risikogebieten ausgesprochen. Die nationale Teststrategie sei dahingehend zu überprüfen, dass für alle Rückkehrer aus Risikogebieten grundsätzlich eine obligatorische Quarantäne von einer vollen Woche eingehalten werden muss, sagte Leonhard am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Erst nach Ablauf dieser Zeit sollte ein verpflichtender Test durchgeführt werden und frühestens, wenn bei diesem Test ein negatives Ergebnis vorliegt, sollte die Quarantäne beendet werden können“, erklärte die Senatorin.

Gegenwärtig müssen Rückkehrer aus Risikogebieten nicht in Quarantäne, wenn sie ein negatives Testergebnis vorlegen können, das sie auch bereits im Urlaubsland bekommen haben können. Auch ein negativer Test nach Ankunft in Deutschland befreit von der Quarantäne. Damit besteht das Risiko, dass unerkannt Infizierte weitere Personen mit dem Coronavirus anstecken. „Unter den positiv auf Corona getesteten Fällen der vergangenen Tage waren immer wieder auch Personen, die aus dem Ausland zurückgekommen sind – oder Infektionen, die auf den Kontakt mit Reiserückkehrern zurückzuführen sind“, sagte Leonhard. „Das Ende der Urlaubssaison spielt für das aktuelle Infektionsgeschehen eine nennenswerte Rolle.“

Stefanie Heitmann