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20200723192056

Sorgen in Spanien wegen Zunahme der Corona-Neuinfektionen

19:19
23.07.2020
Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen bereitet im einstigen Pandemie-Hotspot Spanien immer mehr Sorgen. Binnen 24 Stunden seien 971 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Madrid mit. Das sind 241 mehr als am Vortag und sogar 442 mehr als am Dienstag. Die meisten Neuansteckungen gab es im Nordosten des Landes, und zwar in den Regionen Aragonien (415) und Katalonien (182).

„Es könnte sein, dass wir bereits eine zweite Welle haben“, räumte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra, ein. Sie betonte aber: „Wie man das nennt, ist völlig egal. Wenn die größeren Neuausbrüche schnell unter Kontrolle gebracht werden, haben wir die Situation weiter im Griff.“

Sierra betonte, bei den Neuinfektionen handele es sich vorwiegend um Fälle „mit nur leichten Symptomen“. Das Durchschnittsalter der Betroffenen liege bei 45 Jahren. Nach Angaben der Behörden sind neben Saisonarbeitern der Landwirtschaft vor allem Besucher von Nachtlokalen und Teilnehmer von Privatpartys betroffen.

Patrick Reichelt

Corona in Südafrika: Präsident kündigt Schulschließungen an

18:51
23.07.2020
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen schließt Südafrikas seine Anfang Juli teilweise wieder geöffneten Schulen für die kommenden vier Wochen. Damit solle eine Ansteckungsgefahr für Schüler und Lehrer vermieden werden, erklärte Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstagabend in einer Ansprache an die Nation. Vorausgegangen seien intensive Unterredungen mit Eltern- und Lehrervertretungen. Alle öffentlichen Schulen werden vom 27. Juli bis zum 24. August schließen. Das Schulspeiseprogramm werde aber fortgesetzt, das aktuelle Schuljahr zudem verlängert.

In Südafrika sind nach den Angaben 408 052 Covid-19-Fälle bestätigt worden - das Land hat rund die Hälfte aller Fälle auf dem Kontinent. „Der Corona-Sturm ist in der Tat in Südafrika eingetroffen“, sagte er. Das Land habe nun die fünfthöchste Infektionszahl weltweit, aber auch eine der geringsten Todeszahlen; mehr als 6000 Menschen seien bisher am Coronavirus gestorben.

Ramaphosa kündigte eine Ausweitung des milliardenschweren Corona-Hilfsprogramms und eine Intensivierung des Kampfes gegen Korruption und Diebstahl von Hilfsgütern an. „Mehr als je zuvor bedroht Korruption Leben“, betonte Ramaphosa.

Patrick Reichelt