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WHO-Chef Tedros wehrt sich persönlich gegen US-Attacken

17:37
23.07.2020
Der Direktor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich persönlich gegen neue, von Medien transportierte amerikanische Attacken verwahrt. „Eine der größten Gefahren ist die Politisierung der Pandemie“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. Das erschwere den Kampf gegen das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit Covid-19. „Covid-Politisierungen sollten in Quarantäne geschickt werden“, sagte Tedros.

Er bezeichnete Vorwürfe, die US-Außenminister Mike Pompeo im Gespräch mit britischen Parlamentariern gemacht haben soll, als „absolut inakzeptabel“. Britische Zeitungen hatten über ein Gespräch Pompeos mit britischen Parlamentariern berichtet. Mehrere Teilnehmer hätten bestätigt, dass Pompeo erklärt habe, dass Tedros von China „gekauft“ worden sei. Er berufe sich auf Geheimdiensterkenntnisse, soll Pompeo gesagt haben.

Patrick Reichelt

Regierung zahlt Millionen für Maskenbeschaffung an Unternehmensberater

17:08
23.07.2020
Für die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung in der Corona-Krise zahlt die Bundesregierung fast zehn Millionen Euro an die Unternehmensberatung Ernst & Young. Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor, über die zuerst die „Welt“ berichtet hatte.

Im März war die Regierung nach Hilferufen aus Kliniken und Pflegeheimen in die zentrale Beschaffung professioneller Schutzausrüstung, wie Masken, eingestiegen. Auf dem internationalen Markt, waren die Produkte damals heiß umkämpft. Die Preise gingen hoch und runter wie am Goldmarkt, hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gesagt.

Ernst & Young kümmert sich der Antwort des Ministeriums zufolge seit dem 7. April unter anderem um Organisation, Logistik, Einkauf und Verträge bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten. Bis Ende Juni war das Unternehmen demnach mit mehr als 100 Mitarbeitern für die Regierung im Einsatz. Der Vertrag läuft den Angaben zufolge bis November.

Patrick Reichelt

Gesundheitsminister beraten über Corona-Tests für Rückkehrer

15:56
23.07.2020
Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Freitag über Urlaubsrückkehrer in Corona-Zeiten. Am Mittwoch hatten sich die Ressortchefs bereits grundsätzlich darauf verständigt, Reisende aus sogenannten Risikogebieten im Ausland künftig unmittelbar nach ihrer Rückkehr auf das Coronavirus zu testen. Dazu sollen an Flughäfen Teststellen eingerichtet werden.

Allerdings sind noch viele Fragen offen, etwa zur Finanzierung der verpflichtenden Tests. Unklar ist auch, was mit Menschen passiert, die nicht mit dem Flugzeug, sondern mit Zug oder Auto unterwegs sind. Bei ihrer Schaltkonferenz wollen die Minister ein Gesamtpaket schnüren und dann auch formal beschließen.

Patrick Reichelt