Letztes Update:
20200723102752

Familie nach Mallorca-Urlaub positiv auf Corona getestet

09:11
23.07.2020
Eine vierköpfige Familie aus Cottbus ist nach ihrer Rückkehr von einem Mallorca-Urlaub positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Eltern der Jahrgänge 1987 und 1986 sowie ihre 2006 und 2012 geborenen Töchter seien ebenso wie die bis jetzt ermittelten Kontaktpersonen in Quarantäne, teilte die Stadt Cottbus am Mittwoch mit. „Die Familienmitglieder zeigen derzeit keine Symptome“, hieß es weiter.

Den Angaben zufolge war die Familie am vergangenen Sonntag per Flugzeug nach Nürnberg und dann mit dem Auto nach Cottbus gereist. Nach der Rückkehr von der spanischen Ferieninsel sei „von einem der Arbeitgeber ein routinemäßiger Test“ veranlasst worden, der positiv ausgefallen sei. In Cottbus seien es die ersten offiziell registrierten Infektionen seit dem 12. April dieses Jahres.

Einschließlich der vierköpfigen Familie kamen in Brandenburg von Mittwoch bis Donnerstag acht neue Infektionen mit dem Coronavirus hinzu - nach elf am Tag zuvor, wie das Landesgesundheitsministerium am Donnerstag in Potsdam mitteilte.

Max Seidenfaden

Corona-Folgen: Rom plant weitere 25 Milliarden Euro Schulden

08:02
23.07.2020
Italiens Regierung plant zur Finanzierung der Coronavirus-Folgen weitere Schulden in Höhe von 25 Milliarden Euro für das Jahr 2020. Damit werde das Haushaltsdefizit im laufenden Jahr auf 11,9 Prozent steigen, teilte das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zu Donnerstag mit. Einen entsprechenden Beschluss wolle die Regierung dem Parlament zur Abstimmung vorlegen. Rom hatte zuletzt im April 55 Milliarden Euro an neuen Schulden beschlossen. Das hatte das Haushaltsdefizit 2020 schon damals auf die seit Jahrzehnten nicht da gewesene Höhe von 10,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) klettern lassen.

Die neue staatliche Gesamtverschuldung würde nun auf 157,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für 2020 steigen. Bisher waren 155,7 Prozent geplant. Auch für die kommenden Jahre peilt die Regierung, die von den Sozialdemokraten (PD) und der Fünf-Sterne-Bewegung dominiert wird, mehr Schulden als bisher an: Vorgesehen seien unter anderem 6,1 Milliarden für 2021, 1 Milliarde für 2022 und 6,2 Milliarden für 2023.

Im Vorjahr hatte das Haushaltsdefizit noch bei 1,6 Prozent des BIP gelegen. Das war der niedrigste Wert seit vielen Jahren. Doch Italien steckt wegen der Folgen der Coronavirus-Krise in akuter Finanznot. Das Land zählt mehr als 35 000 Tote in Folge der Pandemie.

Erst in dieser Woche hatte die Europäische Union in Brüssel einen gemeinsamen Wiederaufbauplan für die Union beschlossen. Daraus könnte Italien rund 200 Milliarden Euro erhalten. Diese Gelder dürften allerdings erst ab dem kommenden Jahr wirklich fließen.

Max Seidenfaden